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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1911-01-01 · 34. für das Schlujahr 1910-1911 (1911) · page 68

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
34. für das Schlujahr 1910-1911 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 68)
Language
German
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IRI
…/3122061-3122108--5501-3126135
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64 Die jüdische Ehescheidung. ünd doch hört ein scharfes Ohr aus ihm mehr heraus. Die gesperrten Worte sind erweiternde Zutaten zum Bibeltext und stellen eine schärfere Betonung der Zusammengehörigkeit von Mann und Weib dar. Während nach dem Bibeltext Gott vorerst die Rippe herausnimmt und diese dann zum Weibe baut, nimmt er nach Jubiläen das Weib unmittelbar ״mitten aus seinen Rippen eine Rippe“; daß Adam ״sein Weib erkannte“ und daß er die Worte: ״Dies jetzt ist Bein von meinem Bein“ usw. zu ihr sprach fehlt im Bibeltext. Ganz besonders zu beachten ist ferner der überschüssige Satz: ״Deswegen sollen Mann und Weib eins sein“ und die kleine, aber wichtige Änderung: ״diese wird mein Weib genannt werden, denn von ihrem Mann ist sie genommen,“ während der Urtext nur sagt: ״darum wird sie Männin (אישה) genannt, denn sie ist vom Mann (איש) genommen.“ Jubiläen hat כי מאיש לקהה זאת in כי מאי לקחה זאת geändert, und der Stelle den Sinn untergelegt, daß nicht das Weib im allgemeinen von der Rippe des Mannes gebaut wurde, sondern jedes einzelne Weib von der Rippe ihres eigenen Mannes. Ist dies der Fall, dann ist eine Scheidung durchaus unstatthaft. Tatsächlich hat Bach- *ach aus unserer Stelle das Verbot der Ehescheidung herausgefühlt1). Auf Grund obiger Darlegung, ganz besonders aber des neuen Zeugen glauben wir die in Rede stehende Darstellung der Erschaffung des Weibes als Mißbilligung der Ehescheidung auslegen zu dürfen. Wir haben nun in der zadokidischen Schrift die Quelle des Ehescheidungsverbotes und in dem Buch der Jubiläen auch die Ableitung desselben aus Genesis 2, 24 gefunden. Wenn man noch die angezogenen rabbinischen Äußerungen dazu nimmt, wird man den Ursprung des evangelischen Ver ־ daher nach 40, sein Weib nach 80 Tagen in den Garten Eden gebracht. ״Denn der Garten Eden ist heiliger als die ganze Erde, und jeder Baum, der in ihm gepflanzt ist, ist heilig“ (3, 12). ״Eine Gebärende soll nichts heiliges berühren und in das Heiligtum nicht kommen.“ Eine Priesterschrift. J) Jareach Lemoadim 49 a bei Schechter XXXVI, n. 3. Vgl. noch Introduction XVII und XIX.

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