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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1911-01-01 · 34. für das Schlujahr 1910-1911 (1911) · page 63

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
34. für das Schlujahr 1910-1911 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 63)
Language
German
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Zadokiten. 59 weise nicht mehr angewiesen. Aus einer hebräischen Schrift, die S. Schechter jüngst entdeckt tmd publiziert hat,1) fällt ungeahntes Licht auf das ganze Ehescheidungsproblem im Neuen Testament. Es fehlte bisher die jüdische Quelle für das absolute Ehescheidungsverbot trotz des mosaischen Gebotes über die Ehescheidung. Jetzt ist diese Quelle gefunden und man hat es nicht mehr nötig, einen außer jüdischen Einfluß monogamischer Völker anzunehmen.2) In der gedachten Schrift bildet die geschlechtliche Ausschweifung, wie in den Testamenten der 12 Patriarchen und dem Buch der Jubiläen, welch.e nebst anderen unbekannten Apokryphen in der neuen Schrift ausdrücklich zitiert werden,3) ein, man kann auch sagen das Hauptthema.4) Für unsere Frage kommen indes bloß 4rei Stellen in Betracht. ״Die Erbauer von Zäunen ... sie fallen in zwei (Sünden): in Buhlerei, indem sie zwei Weiber nehmen bei ihren Lebzeiten, während es bei der Grundlage der Schöpfung [heißt]: ״Mann und Weib hat sie [Gott] geschaffen“; auch bei denen, die in die Arche eingingen, [heißt es]: ״je zwei kamen sie in die Arche“. Vom Fürsten steht geschrieben (Deut. 17, 16) :״Er nehme sich nicht viele Weiber“. David las aber die versiegelte Tora nicht, welche in der Lade lag, denn sie wurde seit dem Tode Eleasars und Josuas night geöffnet“5). Hier wird die strengste Monogamie 1) Documents of Jewish Sectaries. Volumen I: Fragments of a Zadokite Work. Edited from Hebrew Manuscripts in the Cairo Genizah Collection ... with an English Translation, Introduction and Notes, Cambridge 1910. 2) Ich selbst habe in einer im April dieses Jahres erschienenen Abhandlung ״über die Ehescheidung im Neuen Testament“ (״Magyar Zsido Ssemle“ XXVIII, 122) die Vermutung ausgesprochen, daß die Unauflösharkeit der Ehe eine volkstümlich-jüdische Auffassung repräsentiere. 3) Schechter, Introduction XV f. *) 2, 1; 2, 16 (Sch. XXXm, n. 4 und Levi REJ. LXI 176, n. 5); 3, 4 (REJ. 177, n. 5); 3, 17. 5) 4, 19—5, 4: בעי החיץ ...הם ניתפשים בשתים, בזנות לקחת שתי בשי□ בחייהם ויסוד הבריאה זבד ונקבה ברא אותם, ובאי התיבה שנים שנים בא* אל התיבה, ועל הנשיא כתוב לא ירבה לו נשים, ודויד לא ר,רא בספר התירה. החתום אשר היה בארון בי לא נפתח בישראל וכי,'. Obwohl בחייהם und nicht;בחייהן geschrieben ist, so besteht doch gar kein Zweifel darüber, daß es 5f' 11 ifi. Ij $!• :Ä■ ן־־ ׳® ®{ז: וו¬ ו ■!ו* ן|.£

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