Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 33. für das Schlujahr 1909-1910 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 65)
- Language
- German
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Die Sprache der Dichtungen. 63 vielfach zu finden1). Von den hebräisch-arabischen Gedichten gehört hierher 129 (Hochzeitslied) und 149; von den rein arabischen Gedichten die alphabetischen Hymnen 169, I7Q, 173, die Hymnen 171, 185, 188, das alphabetische Gedicht 166, die Klage über das Exil 205, ferner 161, 181. V. bie Sprache der bichtungen2). Die hervorstechendste Eigentümlichkeit der hier behandelten Poesieen ist ihr doppelsprachiger Charakter. In der jüdischen Litteratur, aber wohl auch in der gesamten Weltüteratur wird man vergebens ein Beispiel dafür suchen, daß nebeneinander zwei wenn auch verwandte, aber doch so grundverschiedene Sprachen, wie das Hebräische und Arabische, als durchaus gleichberechtigte Ausdrucksmittel der poetischen Darstellung gehandhabt werden. Als integrierenden Bestandteil hebräischer Gedichte finden sich arabische Verse systematisch zuerst bei Jehuda Halevi an gewendet. Über zwanzig seiner Gedichte — es sind durchaus Gürtelgedichte — haben als Schluß der letzten Strophe arabische Verse, die vermöge Versmaß und Reim zum Gedichte selbst gehören3). 1) S. meine Angaben in Grunwalds Mitteilungen der Gesellschaft für jüdische Volkskunde, Heft VII (1901), S. 68—75; Heft VIII, S. 111-113; Heft XXII (1907), S. 37. 2) In diesem und den folgenden zwei Kapiteln lege ich meiner Darstellung ausschleßlich die Dichtungen Schibzis zu Grunde. Im Großen und Ganzen gilt alles über Sprache, Form und Inhalt der Dichtungen Schibzis Ermittelte auch von denen der anderen jemeni־׳ sehen Poeten. Ich zitiere die Gedichte Schibzis mit den Nummern ihres Verzeichnisses und gebe zuweilen in einer zweiten Ziffer die Nummer der Strophe an. 3) Es sind folgende Nummern des Diwan, ed. Brody I, 64, 93, 96, 98, *102, *109, *111, 112, 113, *118, 119, 123, 124, 126, 131, 133, 135, 137; II, 3, 11; VI, 112, *113, 114, 115 (Mit I bezeichne ich die Dichtungen des ersten Bandes, mit II die Liebeslieder im II. Bande (S. 3 ff.), mit VI die letzte Abteilung des II. Bandes, S. 215 ff. In