Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 33. für das Schlujahr 1909-1910 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 55)
- Language
- German
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Die übrigen jemenischen Dichter. 53 zwar S. b. J. 2 und Saadja 2. Das letztere, ein Habdala- Gedicht, stammt — wie weiter unten gezeigt — spätestens aus dem ersten Drittel des 17. Jahrhunderts; es ist das einzige der mit »Saadja« bezeichneten Gedichte, das in fast allen Quellen vorkommt, also sich allgemeiner Geltung erfreute; Das andere von Brody edierte Gedicht, ein hebräisches Gürtelgedieht, trägt inhaltlich ganz den Charakter der unten zu beleuchtenden Dichtungen Schibzis, mit mystischem Inhalte (es nennt den Sohar und die zehn Sephiroth). An Schibzi klingen auch an Nr. 4 (vgl. die Gedichte Schibzis N. 75, 76, 144,145). 5 (vgl. S 109), 6 (vgl. S 120). Nr. 1, ein besonders kunstvolles Gürtelgedicht, zeigt neben »Saadja« im mittleren Teil der Strophe auch »Sa'id«1). Diese Momente wecken Zweifel an der Identität des Dichters unserer Sammlungen mit jenem Saadja b. Joseph, den Jachja äl-Zähiri verherrlichte; und der _ Zweifel ist umso berechtigter, als Jachja im seinem Panegyrikus auf Saadja b. Joseph nichts über seine dichterischen Gaben verlauten läßt. Wenn wir nun diese Identifikation Brodys fahren lassen, dürfen wir ohne weiteres den Dichter Saadja b. Joseph mit dem bereits oben erwähnten Freunde Schibzis, Sa‘1d b_ Joseph, für eine Person, ihn als zum Kreise Schibzis gehörigen! und von ihm angeregten Poeten betrachten. Von den jemenischen Dichtern des 15. und 16. Jahrhunderts, die eben genannt wurden, sind einige auch in dem 1635 geschriebenen Cod. M1 vertreten. Andere, auch in den späteren Sammlungen vorkommenden Dichternamen in M1, die also spätestens ins erste Drittel des 17. Jahrhunderts gehören, sind: Chasdai; Moses2); Saadja (nur mit dem einen oben erwähnten, beliebten Habdala-Liede); Saadja b. Amram (zwei hebr.-arabische Gedichte); David b. Saadja (Safid), von dem M1 ein arabisches Gedicht hat, ist von dem unten zu bringenden Namensgenossen zu trennen. Zuerst oder nur in M1 sich findende Dichter sind: Ebjathar al-Zahiri, der vielleicht mit dem oben genannten Ebjathar identisch ist .סעיד חזמק (1 2) Doch ist seine Identität mit dem Moses der anderen Gedichte nicht sicher (s. unten).