Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 33. für das Schlujahr 1909-1910 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 49)
- Language
- German
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Sälim b. Joseph Schibzi. 47 ־ ג hältnisse, die Sehibzis poetische Begabung auch nach dieser Richtung förderten. Wir finden nämlich dort eine Reihe arabi- .scher Dichter Jemens erwähnt, die nicht lange vor Schibzi lebten und Zeugen einer gewissen Blüte sind, deren sich im 17. Jahrhunderte die arabische Dichtkunst in Jemen erfreute. Es wird ein im Jahre 1601 gestorbener Dichter von Muwa§- §ahät (Gürtelgedichten) genannt (Scharafaddin Muh. Ibn Abdullah), dessen Beispiel vielleicht wesentlich dazu beitrug, daß־ Schibzi vornehmlich diese Dichtungsform kultivierte. Ein anderer Dichter, der um 1659 lebte und als dessen Wohnsitz auch Sanaa genannt ist (Assaijid Ali b al-Hasan) gab eine Gedichtesammlung heraus, in der außer seinen eigenen Poesien auch die seiner Freunde enthalten sind. Auch in den Liederbüchern derjemenischen Juden, zu denen wahrscheinlich Schibzi den ersten Anstoß gab, sind die Gedichte verschiedener zeitgenössischer Autoren vereinigt. — Die vorausgesetzte Blüte der arabischen Poesie in Jemen, deren Einfluß auch die jemenischen Juden sich nicht entzogen, war wahrscheinlich auch die Ursache dessen, daß in ihren poetischen Produktionen mit Schibzi das Arabische vorzuherrschen begann.1) Sprache, Form und Inhalt der Poesie Sehibzis werden in besonderen Kapiteln behandelt werden.2) Die Namen der ihm Nachstrebenden bringt das nun folgende Kapitel. Die tiefe und nachhaltige Wirkung, die seine Poesie auf die Juden Jemens ausübte, bezeugen die Liederbücher, deren wesentlichen Inhalt Sehibzis Poesien bilden. Schibzi trat in der Hoch- Schätzung seiner Landsleute an die Seite, ja sogar an die Stelle der alten klassischen Dichter. Die Liste seiner Gedichte veranschaulicht die Beliebtheit eines großen Teiles derselben* zeigt aber andererseits auch, daß viele derselben nur in je einer Quelle sich vorfinden. In der Liste der anonymen Gedichte giebt es ohne Zweifel eine beträchtliche Anzahl solcher, die 1) Vielleicht sind gewisse ständige poetische Bilder, mit denen einige arabische (oder hebr.-arabische) Gedichte Schibzi’s beginnen (s. die Nummern 78—81, 144, 145; 94, 153—156, 181), auf arabische Quellen zurückzuführen. 2) S. unten Kap. V, VI, VII.