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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1910-01-01 · 33. für das Schlujahr 1909-1910 (1910) · page 42

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
33. für das Schlujahr 1909-1910 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 42)
Language
German
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IRI
…/3122061-3122110--5273-3125906
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Sälim b. Joseph' Schibzi. *Ö Nr. 156. Es ist eia Panegyriküs auf einen muhammedanischea’ Machthaber, »den glaubensreinen Hu sein Ibn Schäms-׳ eddin1). Er erwähnt seinen Besuch bei ihm, schildert seine Macht und sein gerechtes Walten und rühmt ihn als den' »Stellvertreter des Gesandten Gottes, der jede Religiönsgemeinschaft achtet«2). Dichtungen, wie die hier hervorgehobenen, beweisen, daß die geistige Atmosphäre Schibzis nicht ganz durch die religiösen, sozialen und literarischen Interessen der jüdischen Glaubensgemeinschaft begrenzt war. Er bewegte sich auch in muhammedanischen Kreisen3) und seine Bildung wurde, wie das aus seinen arabischen Poesien erkennbar ist, durch die Kultur seiner nichtjüdischen Umgebung beeinflußt. In Wirklichkeit aber trennte den Dichter und den Kreis, in dem er wirkte und für den er dichtete, eine doppelte Kluft von der arabischen Welt seines Landes: das eigene jüdisch-nationale Bewußtsein einerseits, der fanatische, oft zu blutigen Verfolgungen führende Glaubenshaß der Muhammedaner andererseits. Nicht bloß in den erwähnten Elegien, auch in anderen Gedichten gelangt die Klage über die Leiden zum Ausdrucke, die den Juden Jemens beschieden waren. In Nr. 10 betet Schibzi um Gottes Schutz für die unter dem Zwange der Unterdrücker lebende Gemeinde4). Da אנוסה hier des Reimes wegen gebraucht ist, muß man nicht an Glaubenszwang denken. Doch spricht Schibzi manchmal auch von den Versuchen, die Glaubenstreue der Juden zu erschüttern. So Nr. 74, Str. 25), wo vielleicht auf einen konkreten Fall hingewiesen ist. Die Bezeichnungen für die arabischen (muhammedanischen) Unterdrücker sind dieselben, wie in der älteren synagogalen Poesie6), sie sind ג) str. 1: וזרתו עפיף אלדין חוסין אבן שמם אלדין. * *) Str. 2: כליפת רסול אללה ועארף בכל מלה. 3) In diesen Kreisen erhielt er den oben (S. 34) erwähnten Ehrennamen חבר אליהוד, der Gelehrte der Juden. 4) ידיד חוסה עלי עדה אנוסה. 5) ואויל זקן וממרה דת שרירים יחמוד יחפצה ימשוך לשוני אונחה דת יוצרי 6) S. Zunz, Die synagogale Poesie des Mittelalters S. 444 ft

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