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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1910-01-01 · 33. für das Schlujahr 1909-1910 (1910) · page 6

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
33. für das Schlujahr 1909-1910 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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IRI
…/3122061-3122110--5237-3125870
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4 Vorwort. Zeichen der großen Armut ihrer ursprünglichen Besitzer, die sich der bis dahin wohlgehüteten Schätze entäußerten, erkeimen kann. Die Armut und der ständige Druck, unter dem sie lebten, vermochte denn auch zahlreiche Juden Jemens, ihre Heimat zu verlassen und, von den Verkehrsverhältnissen begünstigt, besonders das heilige Land, das alte Ziel ihre Sehnsucht, aufzusuchen. Zu den verschiedenen jüdischen Kolonien J erusalems gesellte sich auch eine jemenische, deren Mitglieder vor der härtesten und unliebsamsten Arbeit nicht zurück scheuen, um ihr Dasein zu fristen. Die Nachrichten über die Not dieser jemenischen Kolonie sowie hie und da in den Tagesblättern mit den Mitteilungen von den jemenischen Aufständen erscheinende Nachrichten über die Leiden der südarabischen Juden lenken in neuester Zeit immer vrieder die Aufmerksamkeit auf diesen merkwürdigen Zweig des jüdischen Stammes, dem vielleicht mit der fortschreitenden Besserung der Zustände des Türkenreiches eine Besserung seines Loses in nicht zu ferner Zeit beschieden sein wird.1) Für die unter englischer Herrschaft in A d e n lebenden jemenischen Juden ist eine solche Besserung bereits eingetreten. Es besteht auch eine hebräische Druckerei in Aden. Die jerusalemische Kolonie verwendet gleich ihrer bucharischpersischen Genossin, wenn auch nicht in so reichem Maaße wie diese, die Druckereien der heiligen Stadt, aus denen Ausgaben des jemenischen Gebetbuches und des vom Targum und der arabischen Übersetzung Saadjas begleiteten Pentateuchs hervorgegangen sind. Die jemenischen Handschriften brachten große Überraschungen für die Literaturforschung. Bisher hatte Jemen für die jüdische Bücher- und Literaturkunde so- Zusagen gar nicht existiert. Der Anteil der jemenischen Juden v) Nachrichten des Ende 1909 in Jemen ermordeten jüdischen Reisenden Hermann Burchardt über die jemenischen Jaden teilt mit D. Trietsch im Israelitischen Familienblatt (Hamburg) vom 20. Januar 1910. Seine letzten Mitteilungen (aus Sanaa, Taizz und Mokka) veröffentlichte M. F r i e d 1 ä n d e r in Ost und West, Februarnummer 1910 S. 107 f.

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