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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1910-01-01 · 33. für das Schlujahr 1909-1910 (1910) · page 5

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
33. für das Schlujahr 1909-1910 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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…/3122061-3122110--5236-3125869
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Vorwort, 3 \ Im Jahre 1859 weilte J ako b Saphir in Jemen,* :er besuchte die verschiedenen. Gegenden des ,Landes .und säj*b־ melte eine Fülle :von selbstbeobachteten, oder im regen Ver־ kehre mit der jüdischen Bevölkerung vernommenen. Einzelbeiten über die sozialen und religiösen Zustände und über die, geistige Kultur der jeinenischen Juden־ und wurde mit seiner reichhaltigen Reisebeschreibung (Eben Sappir 1866) zu ihrem eigentlichen Entdecker für die Juden des Westens.^) Bald ent־ hüllte sich auch das alte Schrifttum der südarabischen Juden in einer Menge von Handschriften, die durch Saphir und nam entlieh durch den nachher zu trauriger Berühmtheit gelangten Schapir a nach Europa gebracht wurden und deren afleih die Berliner Königliche Bibliothek im Jahre 1878 fünfzig Nummern erwarb. Jemenische Manuskripte mannigfachster Art bereicherten in steigernder Anzahl die öffentlichen und private Sammlungen Europas und Amerikas, worin man im. — Im Jahre 1392 nahm ein Jude in Zebid den Islam an. Er wurde in feierlichem Aufzuge auf einer Mauleselin und mit einem prächtigen Ehrengewande bekleidet durch die Stadt geführt (II, 211). — In derselben Stadt fand im folgenden Jahre ebenfalls die feierliche Aufnahme eines Juden in den Islam statt, und zwar in der Aschrafijja-Medrese im Beisein der geistlichen und weltlichen Behörden, die den neuen Gläubigen mit Ehrengewändern beschenkten (II, 222). — Im Jahre 1394 trat eine Jüdin zum muhammedanischen Glauben über. Ihren Mann, der Jude geblieben war, verurteilte der Richter zur Wiedererstattung des Heiratsgutes; dann sprach er die Trennung der Ehe aus, die nur dann wieder gültig sein würde, wenn auch der Mann den Islam annähme (II, 234). — Diese Berichte über einzelne Übertritte beweisen, daß solche damals in Jemen seltene Geschehnisse waren. — Anderer Art ist folgende, letzte Notiz unseres Chronisten, aus dem Jahre 1397: Unter kostbaren Geschenken, die der Sultan aus Ägypten bekam, befand sich auch ein geschickter jüdischer Arzt, der aber schon nach einem Monate starb (II, 264 f.). x) Das letzte bedeutsame Ereignis aus Jemen, das Auftreten eines Pseudomessias in den Sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts, lernen wir aus der in der vorigen Anmerkung zitierten Schrift kennen, welche Briefe über den Pseudomessias und von ihm, sowie das Sendschreiben Jakob Saphirs enthält, in dem er die Juden Jemens, wie 700 Jahre vor ihm Maimuni, vor dem Trugpropheten — der sich auf Erscheinungen des Propheten Elija berief — warnte. _ 1*

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