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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1905-01-01 · 28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905) · page 94

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 94)
Language
German
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IRI
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Leos Stellung zum Talmud. 91 vielen Männern^verschiedenen Bekentnisses Ideen ausgetauseht.1) Die Angriffe mögen ihm also geläufiger gewesen sein, als die Abwehr. Es ist ihm ganz so ergangen, wie den Tosafisten mit dem Talmud, deren Fragen nach allgemeiner Annahme gelungener sind, als ihre Antworten. Es sei dem, wie ihm wolle״ sicher ist, dass aus der Schwäche der Verteidigung auf ihre Aufrichtigkeit kein nachteiliger Schluss gezogen werden dar! Die Annahme, Leo sei der Urheber der von ihm vorgetragenen Angriffe, wäre plausibel, wenn derartige Angriffe mindestens aus seiner Zeit sonst nicht bekannt wären. Dies, ist durchaus nicht der Fall, was Geiger selber sehr gut wusste. Er zitiert Seite 23 aus Immanuel Aboabs Nomologia eine Stelle, in welcher der Autor sagt, er habe sein Werk verfasst: »um die Meinung einiger seiner Nation zu widerlegen, die er in Italien kennen gelernt habe, und welche den Grundsatz aufstellten und hartnäckig verteidigten, dass man dem von den Weisen Israels empfangenen Erklärungen des göttlichen Gesetzes keinen Glauben beimessen dürfe, sondern dass die höchst vollkommene heilige Schrift von selbst jedermann verständlich sei und nach ihrem Inhalt erfüllt werden könne«. Aboab hat sein Werk gerade zwischen 1615—25 in Venedig verfasst״ also um dieselbe Zeit und am selben Orte wann und wo Leo seine Schutzschrift ausgehen liess. Aboab wurde in Portugal geboren und erzogen, er bezeichnet mit »einigen seiner Nation« ganz sicher die Konnationalen, die Sefardim, für die er eben spanisch schreibt. Isak Aboab III, der 1693, 88 Jahre alt. gestorben, verfasste »Philosophia legalis«, in welcher, wie in l) Reggio p. 6: ^אחרי היותי בן דעת ואשר עברו לעיני ספרים רבים :מדעות ודתות שונות ואחר אשר היה דברי ומצבי עם אנשים שונים מאמונות נפרדות. Diese Einleitung verrät Modena als Verfasser, denn sie sagt ganz dasselbe, was Leo an anderer Stelle von sich rühmt (cf. Geiger p. 24.) Die Fortsetzung, er habe sich vorgestellt, als sei er am Ende der Welt erzogen worden, unter Menschen, die keine Religion und kein Gese.z haben, ist wohl eine bekannte Wendung, doch erinnert sie an die Einleitung zu »Riti«, wo Leo sag>, er habe bei Abfassung seiner Schrift den Juden ganz beiseite geschoben«,

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