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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1905-01-01 · 28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905) · page 81

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 81)
Language
German
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…/3122061-3122100--4633-3125507
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Zu Leos Biographie. 78 Schüler zu werden die Absicht hatte, dem Wohlwollen seines ehemaligen Schülers, des in Rom als Lehrer wirkenden Isak Padovano1 *) zu verdanken.9) Die Substistenzmittel fehlten indes in der Regel nicht, ja sie flössen mitunter reichlich. Allein es beherrschte ihn der Spielteufel und nicht selten ging sein saurer Verdienst am Kartentische verloren. Er verzeichnet in •seiner Autobiographie genau die Summen und die Zeit, in welcher er sie verloren. Die Klage, die in Nr. 10 laut wird, ist, ,wie wir zur Stelle angemerkt haben, ein Ausfluss solcher Spielverluste. Er konnte seine Leidenschaft so wenig zügeln, dass er ihr, wie er selbst sagt, als ein Sechziger während der Pest am Fasttage des 17. Tammus 1630 erlag. Als die jüdische Gemeinderepräsentanz 1628 gegen das Kartenspiel auf 6 Jahre den Bann verhängte, bekämpfte er den Beschluss in seinem Gutachten, das im Pachad Jizchak (sub חרם) erhalten ist. Er tat dies auf Ansuchen mehrerer Gemeindemitglieder. Aus allem geht hervor, dass die Spielwut unter den Juden stark verbreitet war. Aus seiner Argumentation folgt, dass um hohe Summen gespielt wurde, und zwar auch mit Christen. Er betrachtet das Spiel als einen Erwerbszweig.3 * * * * *) Die den Bann aussprachen, machten eigentlich dieselben Gründe geltend, sie wollten dem Ruin der Familien Vorbeugen und zugleich die Steuerkraft der Gemeinde erhalten. Freilich meinte Modena, man ף Nr. 182. ף Nr. 196. 3) In dem erwähnten Gutachten heisst es 51 a, col. b. unten : ובאמת גזירה באופן זה ר״ל שלא לשחוק עס עכו״ם בייניציאה היא גדרה שאץ רוב הצבור יכולין לעמוד בה הן מצד העם המתאוים לצחוק לא להתענג כי אם להרויח הרבה ובעיר הזאת אפשר להיות עם העכוים שצוחקים אפילו אלפי זהב מכל עיירות איטאליא הן מהעסק משא ומתן שיש לרוב היהודים עם העירונים הצוחקים ופעמים רבות צריכים ללכת לישא וליתן עמהם במקומות שצוחקים שם .או בבית ועד הצחוק או בבתי העירונים ממש והם כמעט מכריחים אותם לצחוק Am Sukkoth 1574 verbot das Rabbinat von Cremona wegen der Pest das Spiel (ib. col. a). Leo sagt, die Unsitte des Spieles sei schon fünfzig Jahre alt (54 b, col. b. unt.) Die Pest verursachte den Niedergang des Handels (Schiavi, Nuova Antologia, Terza Serie, Vol. XLVII, 514), dessen Wirkung noch ein Jahrzehnt später fortdauerte (Leo II, Nr. 173), Es erging 1630 auch ein Luxusverbot (Pachad Jizchak 1. c. 55 a u. b).

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