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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1905-01-01 · 28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905) · page 80

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 80)
Language
German
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77 Zu Leos Biographie. seren Briefen seiner Frau Erwähnung tut, Zartheit heraus (Nr. 84, 85, 200). Seine Biographen haben die Sache zu tragisch genommen. Den Hauptgrund zu ewigen Klagen und zur ständigen Mißstimmung, die in dem seiner Unterschrift stets Vorgesetzten Wörtchen »der betrübte« verewigt ist, bildete die Armut. Er war ein geschäftiger Mann, dem auch vieles glückte, allein es fehlte ihm eine gesicherte Existenz. Aus Mangel an Schülern ging er 1604 nach Ferrara1) als Privatlehrer , in das Haus des reichen Josef Zelman, der bald darauf starb.2) Bald nach seiner Ankunft unterhandelte er mit Israel Conian.3) Er wurde daselbst bald auch Prediger und er klagt über zuviel Arbeit.4) Es glückte ihm nach zwei Jahren nach Venedig zurückzukehren, aber schon 1609 ging er nach Florenz als Lehrer und Prediger, wo er aber nur ein Jahr blieb. In unserer Sammlung findet sich kein einziges aus Florenz datiertes Stück. Er kehrte 1610 nach Venedig zurück, wo er bis an sein Lebensende wirkte. Seine Hauptbeschäftigung war das Amt des Lehrers. Doch glückte ihm nicht selten auch ein literarisches Unternehmen. So zum Beispiel verdient er an der Bibelausgabe 1617 und 161 & (4 Bände) 500 Dukaten5). Er war zugleich Rabbiner, aber er bezog als solcher keinen fixen Gehalt und im Jahre 1639 stand er ohne Schüler, folglich ohne Einkommen. Eben aus dieser Zeit stammen, wie schon erwähnt, verhältnismässig viele Stücke* nämlich 34 Nummern (171—204). Ohne Zweifel bildete damals das Aufsetzen von Schriftstücken einen Teil seines Einkornmens. Gerson Belgrado, einer seiner gewesenen Schüler, machte ihm damals einmal vier und ein anderesmal drei gebeizte Zungen zum Geschenk. In seiner rührenden Antwort klagt er, dass andere: Schüler an ihn vergessen hätten.6) Sicherlich hatte er das. Geschenk, das ihm zur selben Zeit ein Knabe machte, der sein ג) Aus Ferrara sind datiert die Nummern 83—93, 116—119. а) II, p. 115, n. 7. Cf. p. 67, n. I die Dedikation des לב האריהz) Nr. 89. ף Nr. 84 Ende. 5) Autobiographie (Corr. II, '53). б) Nr. 181 und 200.

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