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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1905-01-01 · 28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905) · page 72

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 72)
Language
German
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IRI
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Zu Leos Biographie. 69 Haus sei leer, wie das der Gelehrten in Italien und besonders in Venedig« (Nr. 194). Leo verkehrte von Jugend auf viel mit Nichtjuden, ganz besonders mit Mönchen. Schon 1590 dichtete er eine Elegie auf den verstorbenen Papst, die, wie es scheint, ein Geistlicher mit seiner italienischen Elegie zusammen herausgegeben hat (Nr. 33). Ein älterer Zeitgenosse, Jehuda Muscato, dessen Kuzarikommentar »Kol Jehuda« Leo besungen, dichtete schon vor ihm eine Elegie auf den Tod der Fürstin Margarethe von Savoyen (gest. 15. September 1574), die Apfelbaum in der Biographie Muscatos Seite 57 herausgegeben hat. Dieselbe beweint auch Azarja de Rossi in seinem »Meor Enajim«. Leo folgte also Spuren von Vorgängern. Die katholische Geistlichkeit jener Zeit liebte und verehrte die hebräische Sprache. Als der Doge Marino Grimani (1595—1605) das Seminar San Antonio besuchte, empfing ihn der Sprecher mit einer hebräischen Anspräche und die. Kleriker sangen ebenfalls einen hebräischen Text, welche beide Leo verfasste, wovon der Doge natürlich keine Kenntnis hatte (Nr. 105). Die Bekanntschaften machte Leo, wie es scheint, in einem gelehrten Vereine, wo er die jüdische Religion verteidigte.1) Et hat, wie er berichtet, von seiner frühesten Jugend an mit Geistlichen disputiert und sich hierin grosse Fertigkeit erworben. »An den von dir genannten Mönch, der dir sagte, er habe mit mir disputiert, erinnere ich mich nicht. Aber es ist möglich, denn es sind mehr als Heuschrecken, denen ich Rede stand.. Es wird sehr gut sein, wenn du dich einüben wirst, um zu wissen, was du den Angreifern antworten sollst, denn der Name Gottes wird dadurch geheiligt« (Nr. 200). Augenscheinlich ist auch Nr. 28 von derartiger Po- J) Nr. 47, p. 48 oben: בימים האלה אנכי הולך פעמים רבות אל הברת מלומדים אל דרשותיהם והסיפור הולך ומתגלגל בינינו הרבה על שאלותיהם ותשובותינו ועל כיוצא בזה כאשר ידעת והנה כתבתי לך שלישים מהמה ידעתי כי ימתקו לחכך לולי כי ידוע 'לך כי לא נתנו לכתוב והם דברים שבעל פה Etwa 593 נ. Es dürfte sich nicht auf Missionspredigten beziehen, woran man nicht ohne Grund denken könnte. In der Autobiographie erwähnt er, einmal habe ein christlicher Prediger ihn vor dem Volke ge• lobt, weil er einer armen Braut 500 Dukaten schenkte und auf ihn mit dem Finger hingewiesen.

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