Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 70)
- Language
- German
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Zu Leos Biographie. 67 Mann sich als Mäcen bewährte. Leo wurde von Kirchenfürsten faktisch belohnt. Ebenso von Juden, denen er ein Werk widmete,1) was er in seiner Autobiographie erwähnt.2) Neben hebräischen Lobgedichten seines Sohnes Mordechai (cf. Anhang) und seines Schülers Isak Padovano (Nr. 182, Anin. 8) erscheint im Galuth Jehuda auch ein italienisches »Deirillustriss. e Reverendiss. Monsig. Quirini AJTAutore.« All dies diente ganz prosaischen Zwecken, nämlich zur Beförderung des Absatzes. Die Empfehlung des christlichen Geistlichen galt vorzüglich den Klerikern. Denselben Zweck hatten Autoren und Verleger vor Augen, als sie ihre Produkte von Leo besingen liessen. Er nannte sein Wörterbuch »Exil Jehudas,» weil er es im Exil, das heisst, während seiner Tätigkeit als •Lehrer in den Gemeinden Ferrara (1605 bis 1607) und Florenz (1.609) verfasste.3) Leo beabsichtigte 0 לב האריה (Venedig 1612) widmete er Salomo Zelman (שלמה המכונה זלמן בן צמהר״ר יוסף זלמן) in Reggio, der früher in Ferrara lebte, »wo ich drei Jahre Prediger und Lehrer war«. Leo war nämlich anfangs im Hause Zelman Privatlehrer. Salomo Zelman dürfte sein Schüler gewesen sein. 2) Der Herausgeber des גורן נכון (Riva di Trento 1562) Jose ben Jakob שלי״ט הי״ד Aschkenazi aus Padua sagt in seiner Widmung: להקריבו תשורה לאדוני לא לשם ממון כמשפט המייחסים. רק כי בקבל פרס וחלק נבוה בהמצאת דרכים להעיר לב הקונים למען זכות הרבים וכוי בראות כל איש פי שם אדוני נקרא עליו ממנו יראו וכן יעשו. והיה אם לא יצאו .בגין המחבר והספר יצאו בגינו. s) In der Vorrede sagt er, wenn die Juden nicht ins Exil gewandert wären, sprächen sie alle eine Sprache: ולא באנו לידי מדה זו לתרגם להבין בתורה יוצאי גלות ספרד בלשון ספרדי ואשר בארץ יון יוני ויושבי אשכנז אשכנזי ודרי גליל איטאליאה איטלקי וכד והיה תחלת הנוח־ בפירארה ורובו בכולו בפיורנצה ומהדורתו והדפסתו בויניציאה עודני גולה יר ומשרת בתורה לקהלות הקדושות האלה ישמרם צורם עד כי שמו נאה לו גלות יהודה וכך!. Ritill, 1 sagt er, nachdem er konstatiert, dass sehr wenig Juden hebräisch oder aramäisch reden können, dass die Juden in Italien italienisch, in Deutschland deutsch, in der Levante oder Berberei (Barberia) türkisch oder arabisch (Moresco) und ähnliches sprechen. Sie haben sich die fremden Sprachen so fest angeeignet, dass viele, die aus Deutschland nach Polen, Ungarn und Russland ausgewandert sind, ihren Nachkommen das Deutsche als Muttersprache vererbten. Ebenso reden die aus Spanien Verbannten zumeist spagnolisch. — Die Grabschrift לחות אבנים Nr. 45 ist sicherlich die des Mose Alatino in Ferrara, denn 1605 hielt sich Modena dort auf. 5*