Mannheim
Compact Memory

Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1905-01-01 · 28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905) · page 69

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 69)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
90% known words query
IRI
…/3122061-3122100--4621-3125495
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

66 Zu Leos Biographie. Von seinen gedruckten Werken erwähnter seine Predigt- Sammlung »Mietbar Jehuda« (Venedig 1602), von welchem er von Ferrara aus im Jahre 1605 an seinen inzwischen nach Krakau Ausgewanderten Jugendfreund Gerson Coen 40 oder 50 Exemplare behufs Verkauf zusenden möchte (Nr. 120). Der Buchhandel wurde in jenen Zeiten in dieser Weise betrieben. So fragte auch der weitberühmte venezianische Rabbiner Jehuda Katzenellenbogen bei dem noch berühmteren Krakauer Rabbiner Moses Isserls an, der unter dem Namen רמ״א bekannt ist, ob er nicht 30 Exemplare des Alfassi absetzen könnte. Sein Vater Meir Katzeneüenbogen, Rabbiner in Padua, druckte Maimunis Mischne Tora, zu dessen Schutz das Krakauer Rabbinat gegen andere Exemplare den Bann aus- *sprach. Die schon erwähnten Empfehlungsschreiben zeigen ■den Vertrieb der Bücher durch einzelne Unternehmer, die von Haus zu Haus gingen. Ein Unternehmer grösseren Stils war Josef Pardo.1) Ein armer Unternehmer, Josef Foa aus Padua, verlegte Modenas »Galuth Jehuda« (Padua-Venezia 1640) in zweiter Ausgabe, das ein hebräisch-italienisches Wörterbuch .zu Bibel, Pessachhaggada und zu den Sprüchen der Väter ist. Die erste Ausgabe erschien Venedig 1612. Die beigegebene Schrift »Pi Arjeh« musste wegen der Vokale in Venedig gedruckt werden. Gewidmet ist das Buch »Giovanni Wislingio, Lettor primario d’Anatomia, e de Simplici nello Studio di Padoa«, während die erste Ausgabe Ermolao Barbaro, Erzbischof von Tiro und Patriarch von Aquileja, dediziert war. Leo wandelte in dieser Beziehung in den Fusstapfen grosser Vorgänger. Jakob Mantino dedizierte 1521 Leo X., 1523 dem Fürsten von Mantua Hercules Gonzaga, 1532 dem Dogen Adr. Griti.2) Die Dedikation bedeutete dem Autor nicht blos eine Auszeichnung — ein vornehmer Name schmückte an der Pforte sein Werk — sondern auch materiellen Erfolg, indem der also verehrte 0 Siehe II, Seite 79, Anmerkung 4 und die ebenda zitierten Nummern. Elia Aschkenazi wollte den Druck des Siddur von Mena- *ehern Azarja Fano nicht übernehmen, weil sich die Kosten zu hoch .gestellt hätten (Nr. 98). 2) REJ. XXVII, 153, 220 ff. Cf. JE. X, 184: Prefaces and de- .dications.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.