Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 68)
- Language
- German
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- IRI
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Zu Leos Biographie. 65 Schriftensammlung erwähnt werden. Im Sommer 1604 stand er ohne Schüler, weshalb er nach Ferrara übersiedelte, wo er im Hause des reichen Zelman Privatlehrer wurde, was er in seiner Autobiographie erwähnt und was in den Briefen aus Ferrara, die unsere Sammlung enthält, zum Ausdruck kommt (Nr. 116 ff.). In seiner materiellen Verlegenheit verpfändete er bei dem begüterten Simcha Luzzatto,1) der gleich Leo rabbinische Gelehrsamkeit mit allgemeiner Bildung vereinigte und nachmals im Rabbiilat sein Kollege war, sechs eigene handschriftliche Werke, auf die er zwei Zecchini erhielt. Genannt wird das »Pastoral Rachel und Jakob«, von dem sich Josef Morteira, ein Verwandter Luzzattos, ohne Erlaubnis des Autors eine Abschrift nahm, die Leo in Ferrara sah und worüber er Luzzatto Vorwürfe macht in einem Schreiben, das er ihm nicht einhändigen liess.2) Es ist bemerkenswert, dass sich auf das Pastorale und die anderen ungenannten Schriften Käufer meldeten. Leo bittet im Jahre 1605 Luzzatto (Nr. 119), die Schriften Jehuda Canaruti oder anderen zu zeigen, aber ja darauf zu achten, dass sie nicht heimlich sich eine Abschrift anfertigen. Um dieselbe Zeit erfährt Leo in Venedig, Samuel Archevolti habe die Absicht, eine Stilistik zu verfassen. Er macht ihn aufmerksam, dass er ihm die Idee schon vor zehn Jahren mündlich und schriftlich mitgeteilt und dass er über diese Angelegenheit ein Schreiben von ihm in Händen habe. Er war schon betroffen, als er im »Arugath Habosem« Archevoltis einen Teil seines Planes ausgeführt sah. Jetzt seien zwei Drittel seines Werkes fertig, er bittet nun um Aufklärung (Nr. 159). Doch veröffentlichte keiner von beiden besagtes Werk.3 * 5) 0 Siehe über ihn Kapitel 8. 2) Nr. 124. Diese Dichtung erwähnt die Autobiographie (bei Reggio בחינת הקבלה XII), wo es heisst: ,משלי הקדמוני בלשון לעז רחל ויעקב Pastoral. Durch den falschen Beistrich wird der Sinn entstellt, denn בלשון לעז bezieht sich augenscheinlich aut das Pastoral. Statt משלי ist zu lesen משל (gegen Libowitz 110), denn so heisst d>1; gedruckte Buch, das nicht Modena verfasst hat.. Über das Pastorale cf. auch Steinschneider, Monatsschrift 43, Seite 316 und unsere Antnerkung oben Seite 23. 3) Wie es scheint, ist auch Nr. 158 auf dieses Werk hingezielt. 5