Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 63)
- Language
- German
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60י Zu Leos Biographie. wahrscheinlich schon früher.1) Es ist dies der Studiengang der Kinder reicherer Eltern jener Zeit; sie studierten Hebräisch, nachher Italienisch, Arithmetik, selten klassische Sprachen.2 3) Er kehrte nach Montagnana zurück und hatte einen ausgezeichneten jungen Lehrer an Mose Basula della Rocca, der aber nach zwei Jahren nach dem Orient auswanderte, wo er bald darauf starb. Auf seinen Tod dichtete Leo eine Elegie von acht Zeilen, die gleichzeitig hebräisch und italienisch gelesen werden konnte,8) die sowohl bei seinen Zeitgenossen als auch bei der Nachwelt Bewunderung erregte.4) Er fühlte sich in der kleinen Ortschaft unbehaglich, sein Geist verlangte nach Nahrung (Nr. 20) und er suchte sie in der Korrespondenz oder im Besuch grösserer Städte, in Ferrara, Ancona, Venedig (Nr. 20 ff.). Im Sommer 1589 begann er, um nicht ganz unbeschäftigt zu sein, einige Kinder zu unterrichten. Er betrieb Orientalen begannen das Stadium der hebräischen Grammatik etwas später. David Konforte sagt (קורא הדורות ed. Cassel 46 b): בהיווני בן י"א שנים או מעט יותר למדתי תבמת הדקדוק (cf. hiezu Cassel, p. I). ג) Folgt aus den angegebenen Briefen und wird auch in der* Autobiographie (Corriere II, 60) erwähnt. Nach Padua kam er im Mai 1581. 2) Soave in Corriere II, 18. In der Talmud-Tora zu Rom lehrte man im siebzehnten Jahrhundert: »Grammatica, Logica, Physica, Rhetorica, Sphära, Medicina etc.« (Berliner, Geschichte der Juden in Rom, II, 2, p. 68.) Über den Studiengang der Juden in Italien siehe auch Abrahams, Jew. Life 364 ff. 3) Nr. 31, Anmerkung 1 und 2. Er sagt daselbst, diese Dichtungskunst sei neu und daher etwas dunkel. Er schickte eine Abschrift nach Venedig, wahrscheinlich 1590. 1602 druckte er sie zum erstenmal ab in seinem »Midbar Jehuda« 80b, und zwar so, dass nach jeder hebräischen Zeile die italienische Umschrift folgt. Stern schreibt 162: »Mit dreizehn Jahren verfasste er auf seinen Lehrer Samuel Archevalte (so) in Padua, von dem er die Versformen erlernt hatte, ein Gedicht, in dem jeder hebräischen Verszeile eine ihr gleichklingende und auf sie sich reimende in italienischer Sprache folgt, was ein Beweis seiner grossen Sprachgewandtheit ist«. Ganz sonderbar und umso sonderbarer, weil Stern in der Anmerkung auf Libowilz Seite 7 verweist, wo das Gedicht wirklich abgedruckt und besprochen ist. 4) Bartolocci druckte sie ab in seiner Bibliotheca III, 34.