Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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- IRI
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15 Der hebräische Stil der Schriftensammlung. verwischt worden. Trotz dieses desolaten Zustandes, in welchem sich die Kodjces befinden, ist nur eine Nummer (177) übergangen worden, welche obendrein eine Dezision enthält, deren Herausgabe ohnehin nicht zum Hauptziel dieser Arbeit gehört. Sonst ist der Text, wie wir glauben, lesbar. An Verhältnis־־ massig wenigen Stellen י sind manche Härten fühlbar. Es mögen hie und da Text fehler stecken, um mich jedoch dem Leser nicht aufzudrängen, habe ich die üblichen sic und Ausrufungszeichen unterdrückt. Oft jedoch habe ich ein Frage- Zeichen in eckige Klammern gesetzt. Stillschweigend sind nur geringe und sichere Korrekturen gemacht worden, wie z. B. Setzung eines Jod statt eines Waw und dgl. Ganze Worte oder gar Sätze, wie es bei Edierung hebräischer Werke nicht selten vorkommt, sind n i e in den Text gesetzt worden. Bei vielen ganz sicheren Schreibfehlern ist die Emendation in der Regel in den Noten, seltener im Text in eckigen Klammern gegeben worden, um dem Leser ein treues Bild vom Texte und unseren Verbesserungen zu geben. Stillschweigend ist die mittelalterliche Orthographie bei vielen Pieneschreibungen verbessert worden, um das moderne Auge nicht zu stören (z. B. עדתינו udgl.). Ungrammatisches und sonstige Eigentümlichkeiten des Autors (z. B. פוקפוק mit zwei Waw) sind natürlich belassen worden und ich bemerke ausdrücklich, dass derartige Eigentümlickeiten nicht als Druckfehler zu betrachten sind. III. Der hebräische Stil der Schriftensammhrag. Der Musivstil ist erst entstanden, als die hebräische Sprache aus dem Leben geschieden war. Wohl finden sich schon in den biblischen Schriften selbst Zitate aus älteren Schriftstellern, Zitate sind aber das gerade Gegenteil des Musiv- Stiles. Bei Josua Sirach begegnet man schon Anklängen an, Bibelstellen, aber er schreibt noch keinen Musivstil. Der Talmud kennt ihn ebenfalls noch nicht, wem! sich auch hie und da musivische Stellen finden. Sie sind so spärlich gesät, dass sie in neuerer Zeit erst entdeckt werden mussten. Im