Mannheim
Compact Memory

Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1905-01-01 · 28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3122061-3122100--4559-3125433
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

4 Einleitung. Werkchen ist ein Muster der Briefschreibekunst und bietet für die Sittengeschichte viel mehr Material als das vorige aber ebenfalls keine wirklichen Privatskripturen.1) Solche enthält wohl das anonyme »Sefer Jefe Nof«* *) (ספר יפה נוף) (Venedig sine anno, Juan di Gara), aber blos 3 Stück, die obendrein des Inhaltes ganz entbehren. Sie sind nur ein Wortschwall des Jehuda Zarko an den Arzt Josef Hamon zu seinem Hochzeitstage (Nr. 1), an den Arzt Josef ibn Jachja (Nr. 2) und an Chajim Alfual (Nr. 3). Das sehr seltene Buch »Lakol chefez« (לכל חפץ, Venezia 1552) des Eliezer Melli ist nur eine Formularensammlung, in der sich kein einziges wirkliches Dokument findet3). Am ähnlichsten ist unserer Sammlung ein Handschriftenband, der אגרות רחמנות heisst, der früher Luzzatto, dann Halberstam (196) gehörte und jetzt das Eigentum des Montefiore College bildet (Nr. 465). Er enthält Briefe und Schriftstücke aus dem XIV.—XV. Jahrhundert, aber nicht von einer Hand.4) Eine derartige gedruckte Sammlung hat es bislang nicht gegeben. Verdienten also Leos Schriften als reiche Quelle für die Kenntnis des jüdischen Privatlebens von der Wende des XVI. bis zur Mitte des XVII. Jahrhunderts in Italien wegen ihres Inhaltes herausgegeben zu werden, so verdienen sie dies ג) Es sei hier nur noch auf Mordechai ben Gamliels Briefsteiler שפת הים Ms. Kaufmann hingewiesen, aus welchem der selige Besitzer J. Q. R. IV, 512 einen Brief herausgegeben hat. Die von uns erwähnten Werke gehören der zweiten Hälfte des XVI. Jahrhunderts an, also jenem Zeitalter, nach welchem Modenas Wirksamkeit begann. Siehe auch Benjakob, Bibliographie der hebr. Lit. sub אגרת שלומים. *) Dieses seltene Buch verdanke ich ebenfalls Herrn Dr. Porges. 5) Eine Sammlung von 115 Ehekontrakten und sonstigen Akten im Original (1529—1811) und das Gemeindebuch von Padua (1632) enthält Ms. Schönblum 1888, n. 221 (Steinschneider, Die Geschichtsliteratur der Juden, I. Abteil., Frankfurt am Main 1905, p. 99, § 105). Dokumente aus Salonichi 1571 ff. hat Danon herausgegeben R. E. J. XLI, 250—265 (Steinschneider § 123). Ms. Kaufmann Nr. 98 enthält טופסי שטרווס) Urkundenformulare und Muster in italienischer Kursivschrift. Die letzte Urkunde ist datiert Livorno (1603 (שס״ג (Weiss, Katalog p. 23). 4) Steinschneider 1. c. § 76.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.