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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1902-01-01 · 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902) · p. Seite 10

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902)
Date
1902-01-01
Page
Seite 10 (sequence 222)
Language
German
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10 licher Erklärung erworben hat Der Verfasser hätte gut daran gethan; wenn er neben den bibelexegetischen Auszügen im Anhänge der Arbeit auch eine Auswahl charakteristischer Proben aus dem Machsor-Commentare geboten hätte. Es fehlt auch eine nähere Würdigung von Heidenheims Machsor-Übersetzung als einem in seiner Art ersten Versuche und als einer musterhaften, auf gründlicher Sprachkenntniss und geläutertem Geschmacke beruhenden Leistung. Übrigens sind nur wenige Einzelheiten der mit lobenswerther Präcision abgefassten Arbeit zu berich-' tigen. Für das Vorwort hätte an Stelle einer trivialen und gar zu allgemeinen Bemerkung einen angemesseneren Gegenstand der kulturgeschichtliche und litteraturgeschichtliehe Hintergrund des Auftretens Heidenheims geboten. Das Wort »Bibel« ist durchaus unrichtig im Sinne von »Pentateuch« verwendet. Im Grossen und Ganzen entspricht die Arbeit den Forderungen der Preisfrage und behandelt die litterarische Wirksamkeit Wolf Heidenheims mit genügender Sachkenntnis auf Grund fleissiger und sorgsamer Durchforschung seiner Werke und Editionen. Sie verdient, dass ihr der Preis zuerkannt werde. Aus dem Mottobrief ergab sich als Verfasser der preisgekrönten Arbeit der Hörer D r. Bernhard S i k. Auf die am Ende Ende des Schuljares 1900—1901 (aus der Philipp von Sehey’schen Stiftung) ausgeschriebene Preisfrage: »Erläuterungen der gesetzlichen Vorschriften der Fälle, in denen ein mosaisches Gebot mit einem Verbote, oder zwei Gebote mit einem Verbote collidiren.« (כללי ופרטי דיני עשה דוחה לא תעשה ודיני עשה ועשה) ist eine Preisarbeit eingelaufen. Das Urtheil lautet wie folgt: Die mit dem Motto: ״גל עיני ואניטה נפלאות מתורתך eingereichte Beantwortung der Preisfrage über die talmud. Lehrsätze: ״עשה דוחה לא -תעשה ואין עשה דוהה עשה״ ist in jeder Beziehung löbenswerth. Der Verfasser hat den Gegenstand mit besonderem Fleiss, gründlichem Forschen in den weitverbreiteten talm. Quellen mit Benützung der ältern und jüngern Commentatoren und nicht selten mit eigenen Ansichten behandelt und in logische Formen gebracht. Und

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