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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1902-01-01 · 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902) · p. Seite 191

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902)
Date
1902-01-01
Page
Seite 191 (sequence 199)
Language
German
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…/3122061-3122088--4222-3125329
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A pokryphen u. andere Schriften im Buchh. Abgenützte Expl. ״verborgen“. 191 / lebte eigentlich in dem Gedächtniss der Schriftgelehrten, da das Aufschreiben der Tradition, der mündlichen Lehre, verboten war. Die Werke waren sozusagen in Menschenhirn eingezeichnet. Wie es mit den Apokryphen und Agadawerken in dieser Beziehung gestanden hat, wissen wir nicht bestimmt. Aus der Thatsache, dass die hebräischen Originale der Apokryphen ,üntergegangen sind, ist mit Sicherheit zu schliessen, dass sie nicht in grösseren Mengen in den Handel kamen. Auch die sonst vom Talmud erwähnten Schriften historischen und sonstigen Inhalts sind bis auf die Fastenrolle und die Chronik des R♦ Jose, die in starker Ueberarbeitung auf uns gekommen sind, untergegangen. Die unbrauchbar gewordenen Exemplare wanderten nicht, wie schon in der antiken Welt, in den Krämerladen, denn sie mussten sammt ihren Hüllen vor Profanation geschützt und ״verborgen“ werden1). Das ״Verbergen“ bestand im Vergraben2). ״Als R. Eliezer starb, wurde (in ihm) die Tora verborgen“3). Noch heute werden an vielen Orten des Orients die abgenützten Bibeln, Gebetbücher wie alle hebräischen Werke im Friedhof vergraben. Das Grab ist aber nicht der geeignetste Ort zur Aufbewahrung von Büchern, zumal von Lederrollen. Die heilige Scheu vor den Ueberresten der biblischen Exemplare, die zur Institution alter der Hauptstapelplatz für Handschriften (Wattenbach a. a. O.). Es ist bemerkenswert!!, dass der überwiegende Theil der hebräischen Hand- Schriften ebenfalls aus Italien stammt. *) Cf. 88 n. 4; 92 n. 5; 174 n. 6; 176 n. 5. Der Kunstäusdruck ist T35. . 2) 113 n. 5. 3) Sota 49 b: משמת ר׳ אליעזר נגנז פפר תורה. Vgl. Baba Bathra 20 b: והא בעי (ם״ת) גניזה? שם תהא גניזתה; Sabbath 90 a: ... מקק ספרים שמצניעין אותן לגונזן; ein Blatt wird verborgen (ob. 34 n. 4); Gittin 45 b .־ בתבו(ם״ת) נכרי יננז. נמצא ביד מין יננז, נמצא ביד נכרי אמרי לה יננז ואמרי לה קורין בו ובו■. Sabbath 61 b: ״ כתוב (שם) על ידות הכלים ... ינוד ויגנזנוdie Henkel, auf denen ein Gottesname geschrieben ist, schneide man ab und ׳verberge sie“ (cf. Arachin 6 a).’ Der Terminus גנז, der in den bekannten Stellen von Ezechiel und Prediger vorkommt, bedeutet ״nie ״Apokryphen“ oder ״für apokryph erklären,“ sondern wie ספר רפואות TM (Berack. 10 b.; Pesach. 50 a) ״durch Vergraben dem Gebrauch entziehen.“

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