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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1902-01-01 · 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902) · p. Seite 190

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902)
Date
1902-01-01
Page
Seite 190 (sequence 198)
Language
German
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190 Buchhandel und Buchpreise. rathene Bücher durften wegen des Gemeinwohls nicht über ihren Werth bezahlt werden1). Das eigene oder das von den Vätern ererbte Toraxemplar soll man nicht verkaufen; zu kaufen war aber von jedem erlaubt2 *). Der Einzelne darf sein Exemplar einer Gemeinde verkaufen, aber nicht umgekehrt8). Von Kauf und Verkauf im Allgemeinen ist auch sonst die Rede4). Die Haupteinnahmequelle des Schreibers war indess die Anfertigung von Tefillin und Mezuzoth, wenngleich bei seiner Erwähnung die ״Bücher“ stets an erster Stelle genannt sind. An Halbfesten darf man nach der Mischna5) keine Bücher, Phylakterien und Mezuzoth schreiben. Nach einer Baraitha erlaubt R. Meir die letzteren zu schreiben. R. Jehuda meint, der Schreiber gehe init List vor: er verkaufe die eigenen und schreibe für sich andere; R. Jose sagte : er schreibt und verkauft wie gewöhnlich, soviel er zu seiner Nahrung benöthigt6). Nur aus der sehr häufigen Erwähnung des Sofer und Libellarius7) und aus der S. 84—97 nachgewiesenen enormen Zahl der Bibelexemplare ist auf lebhafte Nachfrage, folglich auch auf bedeutenden Buchhandel zu schliessen. Da der Büchermarkt keine Novitäten kannte, konnte der jerusalemische Buchhandel keine Höhe wie der römische oder alexandrinische erreichen. Alexandria und Rom waren nämlich die Emporien des antiken Buchhandels8). Die jüdische Litteratur 91 n. 2. ' .94 ף 3) Meg. 3, 1. 4) Cf. Seite 94 f. ף MoedKat. 3,4: אין כותבין ספרים תפלין ומזוזות במועד. Vgl. 107 n. 2. «) Ebenda 19 a: ,כותב אדם תפלין ומזוזות לעצמו וכר דברי ר, מאיר רבי יהודד, אומר מערים ומוכר את שלו וחוזר וכותב לעצמו רבי יוסי אומר כותב ומוכר כדרכו כדי פרנסתו׳ אורי ליה־ רב לרב חננאל הלכה כותב ומוכר כדרב* כדי פרנסתו. Chananel war Berufsschreiber. י) Cf. 41 n. 7; 168 n. 4; 169 n. 1; 183 n. 2. 8) Die Litteratur über den Buchhandel der Griechen und Römer verzeichnet Wattenbach 535 und Dziatzko bei Pauly-Wissowa III 939. Der letztere giebt III 981 ß eine zusammenfassende Darstellung desselben, so auch Birt 103, 357 ff, 433 ff., 504. Rom blieb auch im Mittel-

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