Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902)
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 185 (sequence 193)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/3122061-3122088--4216-3125323- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Schreiben ohne Vorlage verboten. Schreiber u. Korrektoren lesen. 185 und R. Jochanan (st. 279); R. Meir schrieb aber eine Esterrolle, als keine zur Verfügung stand, aus dem Gedächtniss, und R. Chananel schrieb in derselben Weise auch andere Bücher, offenbar nicht mangels einer Vorlage. Bei den kleinen Abschnitten der Phylakterien war die Niederschrift ohne Vorlage nach allgemeiner Ansicht gestattet1). Der Abschreiber hat indess die Vorlage vor der Niederschrift immer gelesen und nicht mechanisch gleichsam abgebildet, wie der unwissende librarius des Alterthums und der Mönch des Mittelalters. Es heisst nämlich von der Esterrolle : ״Wenn man sie schrieb, auslegte oder korrigirte, aber dabei die Absicht hatte, die Pflicht des Lesens derselben zu erfüllen, genügt es•‘2). Der Schreiber las also wie der Schriftausleger und wie der Korrektor. In einer Kontroverse über die letzten 8 Verse des Pentateuchs, die mit den Worten ״und Moses starb“ beginnen, wird behauptet, dass ״Gott bis hierher Moses die Tora diktirte und Moses sprach und schrie b“3),, woraus ebenfalls zu schliessen ist, dass der Schreiber das abzuschreibende Stück zuerst gelesen und nachher ab geschrieben hat. Auch der Korrektor hat, wenn er das Buch korrigiren wollte, gelesen, wie aus dem Citat p. 91 n. 2 citirt aus כמוקי יוסף x בדי שלא יטעה בכתיבתו שלא יה ם ר ולא יו ת יד und aus שמא יטעה בהפרות ויתרות :כסף משגה. Richtig ist die erste Erklärung, die nicht eben Piena und De^fektiva meint. ג) Genesis r. c. 86 g. E. רבי זעורה ורבי הבנאל בשם רבי אפילו רגיל אדם בתורה בעזרא לא יהא קורא מפיו וכותב. Vielleicht בשם רב; vgl. auch 166 n. 6. S. j. Megiiia 74 d unt.: אפיל רגיל בתורה בעזרא לא יהא הוגה מפיו וקורא. Meg. 18 b : דא״ה בר בר חנה אמר רבי. יוחנן אסור לכתוב אפילו אות אחת שלא ,מן הכתב מיתיבי... מעשה של ר, מאיר . .. רב הפרא אישבחיה לרב הננאל שהיה כותב ספרים שלא מן הכתב ובו, תפלין ומזוזות נבתבין שלא מן הכתב ובו׳ מאי טעמא מגרם גרים. Vgl. hierzu über das Targum, das weder aus einer Vorlage gelesen noch aus dem Urtext unmittelbar übersetzt werden durfte, Gittin 60 b; דברים שבכתב אי אתה רשאי לאמרן על פה ובו׳ und Pes. r. 14 a Friedmann: המתרגם אפור להסתכל בכתב ואסור לקורא לתת עיניו חוץ *מך התורה שלא ניתנה תורה אלא בכתב וכר ואסור־ למתרגם ליתן עיניו בתורה וכר ף Megiiia 2, 2: : קראה סירוגין ומתנמנם יצא׳ היה כותבה ותרשה [רש״י ומתוך כך קוראה] ומגיהה אם ביון לבו יצא. Baba Bathra 15 a; עד כאן הקב״ה אומר ומשה אומר וכותב. Ohne Grund streicht ב״ח das zweite אומר•