Mannheim
Compact Memory

Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1902-01-01 · 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902) · p. Seite 165

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902)
Date
1902-01-01
Page
Seite 165 (sequence 173)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
87% known words query
IRI
…/3122061-3122088--4196-3125303
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Schriftarten. f65 thetischer Tinte schreiben, welche, wie Löw ermittelt hat, aus Eschenrinde bereitet wurde. Der pal. Talmud sagt hierüber : ״Die Morgenländer sind sehr kluge Leute. Wenn einer dem Anderen ein Geheimniss.mitzutheilen hat, schreibt er ihm einen Brief mit dem Wasser der Melia. Der Em-, pfänger des Briefes giesst galläpfelloses Dejo, d. i. eine Auflösung aus Vitriol und Gummi darauf, und die Buch* staben werden sichtbar“. Löw verweist auf Plinius 26, 39, wo eine Art sympathetischer, Tinte erwähnt wird und bemerkt richtig, dass in der von ihm. übers etzten Talmudstelle die Existenz von Galläpfeltinte vorausgesetzt wird1). Ein Scheidebrief, der in Leinwand oder in einen anderen Stoff eingestickt wurde, war ungiltig2). In einem regelrecht geschriebenen Buch musste jeder Buchstabe für sich allein geschrieben sein, so dass er ganz ״von Pergament eingefasst“ war3). Wenn im Pergament ein solches Loch war, über das die Tinte hinwegging, schadet ׳ es nicht4). Der Schreiber musste mit Andacht schreiben לשפה. War die Schrifthaut nicht zu diesem Zwecke verfertigt oder die Gottesnamen nicht mit Andacht geschrieben, galt die Torarolle für unbrauchbar5). Hatte der Schreiber die Absicht den Namen יהודה zu schreiben und er vergass das Daleth,. so dass das Tetragrammaton äzurückblieb, das in der That zu schreiben war, führe er die Feder über den Gottesnamen und heilige ihn, womit aber die Majorität der Schriftgelehrten nicht einverstanden war6). Den Gottesnamen auszuradiren war verboten7), nur bei חייב משום כותב ומשום מוחק; vgl. Sota 19 a und Erubin 13 a. Tosifta Sabb. 11, 13 (126!):!.הכותב שני ניקודין ובא אחר וגמרן ועשאן שתי אותיות ובו ג) Graph. Requisiten I 160. 2) Gittin 20 a. Vgl. die Wb. sub כפה und אנדכתרי♦ 3) Vgl. oben p. 24 n. 2. Ligaturen heissen עירב את האותיות. 4) sabb. 108 a u. sonst: נקב שהדיו׳ עוברת עליו אינו נקב. 5) Oben 25 n. 1, wo 60 a in 04 b unt. zu verbessern ist. 6) Gittin 20 a (Parallelst.): הרי שהיה צריך לכתוב את השם ונתכוון לכתוב יהודה וטעה ולא הט*ל בו דלת מעביר עליו קולמסו ומקדשו דברי ר׳ ,יהודה וחכמים אוסרים אין השם מן המובהר י) Makk. 22 a המוחק את השם ובו׳. Vgl. j. Meg. T2a oben. Ibidem

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.