Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902)
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 154 (sequence 162)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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154 Schrift und Schreiben. sich des Oeis oder eines Harzes, besonders des Balsams“1 *). Ausser Dejo gab es noch andere Arten von Schreibstoffen. Neben einander genannt werden: Rothfarbe (י<סקרא Gummi (קומוס), Kupfervitriol wasser (0^7-0^־^/קלקנתום*) und Auripigment oder Operment (t=P)2). Die Galläpfel, die zuerst Marcianus Capella erwähnt (vgl. oben), kennt die Mischna thatsächlich nicht und sie werden erst vom Talmud erwähnt. Im Mittelalter wurde diese Tinte in Europa beliebt (Wattenbach 1. c.), kam bei Torarollen zur Anwendung und gab den Talmudisten jener Zeit zu vielen Diskussionen Anlass, was Löw ausführlich darlegt. Erwähnenswerth ist, dass im Mittelalter Wein zur Bereitung der Tinte verwendet wurde3), was zu rituellen Fragen Anlass gab4). Metallische Tinte war Kalkanthum (^alzocv&o;), das in Palästina ausnahmsweise auch allein zum Schreiben verwendet wurde5). Wie die antike Welt das Kuplervitriolwasser der Galläpfeltinte beimischte, so that es auch (nach 100) R. Meir, ein Abkömmling griechischer Proselyten, mit dem Dejo, der nationalen Tinte der Juden. Seine Absicht war, wie es scheint, die Schrift dauerhafter zu machen6). Bemerkens- ף Low 1 146. Sabb. 23 a: כל השמנים יפי ן לדיו ושמן זית מן המובחר בין לגבל בין לעשן...כל השרפים יפין לדיו ושרף קטף יפה מכולם. Vgl. über die Bestandteile und Beschaffenheit der Tinte, von der oft die Rede ist, Tosafoth Gittin 19 a s. v. דיו und s. v. קנקנתום. 2) Gittin 2, 3 vom Scheidebrief: בבל כותבין בדיו בסם במקרא ובקומום ובקכקנתום ובבל דבר שהוא של קיימא איין כותבין לא במשקין ולא במי פירות ולא בבל דבר שאינו של קיימא; Sabb. 12, 4: בחב בדיו וכו, ובכל דבר שהוא עושה רושם ... הכותב על בשרו.. המפרט על בשי־ו; Sota 2, 4 von der Eifersuchtsrolle dasselbe (oben 19 n. 3); Para 9, 1 Ende: דיו קימום וקגקנתום ובל דבר שהוא רושם (vgl. Jadajim 1,5). Gf. die Erklärungen des Talmuds Gittin 19 a, Megilla 18 b unten; Löw 1. c. und die Lexika von Kohut (Aruch), Levy und Krauss; zu סקרא auch mein Zauberwesen 165. Vgl. noch Chullin 88 b רניך!, nach Raschi Auriprigment. 3) Wattenbach 237 f. 4) Löw 167. Die rabbinischen Quellen sprechen auch von Bier, was ich bei Wattenbach nicht erwähnt finde. ö) Cf. n. 2. 6) j. Sota 18a unten; b. Sota 20a; b. Erubin 13a הייתי מטיל קנקנתום לתוך הדיו♦ Aus dem Zusammenhänge geht hervor, dass das