Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902)
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 148 (sequence 156)
- Language
- German
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148 Liniierung und Zeilen. Zeilen geschrieben werden1). Auf dem goldenen Stirnblech des Hohepriesters, das zwei Fingerbreiten hatte, standen die Worte קדש ליהוה jn zwei Zeilen und zwar so, dass das Tetragrammaton in der ersten und קדש ל in der zweiten Zeile geschrieben war. R. Eleazar b. Jose (um 200) bestritt dies : Ich sah es in Rom und es war nur in einer Zeile geschrieben2). Von Zeilen ist oft die Rede beim Scheidebrief3); zwischen den Zeilen schreiben heisst כתב 4ביני שטייא) oder 5ביני חיטי). Ein Riss im Pergament, der über zwei Zeilen geht, darf mit Sehnen, aber nicht mit Fäden zugenäht werden; bei altem oder starkem Pergament auch ein Riss über drei Zeilen. Nicht entschieden ist, ob dies bei einem Riss zwischen den Kolumnen oder Zeilen erlaubt sei6). Man half sich in solchen und ähnlichen Fällen damit, dass man das unbrauchbar gewordene Blatt entfernte und durch ein neues ersetzte, was von textgeschichtlichem Gesichtspunkt von grosser Bedeutung ist. Die Mezuza, ein Pergament streifen, der Deut. 6, 4—8 und 11, 13—21 enthielt, durfte so geschrieben werden, dass jede Zeile je zwei Worte enthielt. Es war auch erlaubt der Reihe״ nach drei, zwei und ein Wort in je einer Zeile zu schreiben, nur durften diese drei Zeilen kein Zelt und keinen Schwanz bilden. Ein Zelt bildeten sie, wenn sie so übereinander geordnet waren, dass die Grundlage die breiteste Zeile, einen Schwanz bildeten sie, wenn die schmale Zeile die Grundlage war. Die letzte Zeile enthielt blos die ף ciiuiim 65 a: התם בשתי תיבות פסיק להר בשני שטין לא פסיק להר אבל הכא בשני שטין פסיק להר. 2) Sabb. 63 b; j. Jorna 41 c 15. Eleazar sah auch den Vorhang des Tempels in Kom (Meila 17 b). 3) Z. B. j. Gittin 50 c. 4) j. Gittin 46 c unt. 5) Kethuboth 69 a oben: תלי ליה רב לרבי ביני חיטי, was Kaschi mit ביני שיטי gleichsetzt, wofür die in der vorigen Anm. citirte Jerusehalmistelle spricht. Aruch hat jedoch בי חטי die Stelle der Nähte d. h. wo die Bollen zusammengenäht sind. Vgl. Levy Nh. Wb. II 35 b. 6) Menach. 31 b: בגידין אכל לא בגרדין.