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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1902-01-01 · 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902) · p. Seite 133

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902)
Date
1902-01-01
Page
Seite 133 (sequence 141)
Language
German
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IRI
…/3122061-3122088--4164-3125271
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Vers und Zeile. 133 zu diesem Geschäft das Buch Job, in welchem die poetische Schöpfung eines Dichters der Vorzeit vorliegt und der bei der Abfassung seines Werkes — vermöge des Inhaltes desselben — nur denkende, sozusagen gebildete Leser, nicht das Volk, im Auge haben konnte. Er schrieb also ein Werk, wie es heute üblich ist. Seine Schrift ist keine Lieder- oder Spruchsammlung für das Volk, sondern *ein Buch. Die ebenmässig und schöngeformten Verse wird schon der Dichter selbst in der Schrift zur Anschauung gebracht haben. Die im ersten Makkabäerbuch eingestreuten poetischen Stücke sind ja noch in der griechischen Uebersetzung durch stichische Schreibung als solche kenntlich. Die Weisheit Sirach’s war stichisch geschrieben und die einzige Thatsache, dass die neuaufgefundenen hebräischen Fragmente ebenfalls in Stichen sich repräsentieren, zerstreut alle Zweifel gegen die Originalität derselben. Ein Rückübersetzer aus dem Syrischen oder Griechischen hätte die poetische Form nicht beibehalten. Die Annahme, der Dichter des Job habe selbst in Stichen geschrieben, ist also mehr als blosse Vermuthung. Für unseren Zweck genügt es indess zu wissen, Job sei, soweit die geschichtliche Kunde zurückreicht, in Versform d. i. jeder Vers in einer Zeile geschrieben gewesen. Wenn wir nun untersuchen, welche Länge diese Zeile hat, so finden wir, dass sie durchschnittlich der Ausgabe Letteris’ gleichkommt. Man kann sich leicht selbst davon überzeugen, wenn man die Verszahl der einzelnen Kapitel 9—31 mit der Zeilenzahl vergleicht: wieviel Verse soviel Zeilen. Da mehr Glossen als Lücken im Texte anzunehmen sind, so wird man die Durschnittszeile, die in unserem Texte 28 Buchstaben fasst, auf 26 ansetzen können. Dies ist genau die Zeilenlänge, die die Baraitha in Menachoth fordert. Es kann also konstatirt werden, dass die aufgestellte Regel nichts anderes forderte, als dass man sich der seit altersher eingebürgerten Normalzeile bediene und dass diese Normalzeile der Zeile der

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