Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902)
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 128 (sequence 136)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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Mentioned entities
- Cicero 1× ep/1024888
- Homer 1× ep/1025156
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128 Kolumnen und Ränder. Buchstaben) für die Zeile die Länge einer Handbreite füllen1), denn im Menachoth wird eine Normal- und in Soferim eine Minimalzeile angegeben. Sie können demnach nicht identisch sein. Die Frage der Zeilenlänge hat Lambert aufgeworfen2). Seine Vermuthung, dass sie mit denen der Bibelausgabe von Letteris identisch gewesen sind, hat Büchler3 4) zu erweisen versucht. Er meint, jede Zeile habe 7 oder 8 Worte mit 27—32 Lettern enthalten. Als Hauptbeweise dienen die soeben erwähnte Baraitha in Menachoth, nach welcher jede Zeile beiläufig 27 Buchstaben fassen soll; ferner die Vorschriften, Deut. 32, 28 30 ,32 —ואעידה seien in 6 Zeilen, und Deut. 6, 4 (שמע ישראל) in Einer Zeile zu schreiben. In Ermangelung sonstiger Daten aus dem Alterthum und in Anbetracht dessen, dass keine hebräische Bibelhandschrift älter als das 9. Jahrhundert ist, Papyri aber weder vorhanden noch zu erwarten, sind, wird es am Platze sein, nichthebräische Analogien heranzuziehen und ihren Fingerzeigen folgend in der Bibel selbst nach der Normalzeile zu forschen. Graux, dessen stichometrische Studien bahnbrechend waren und dessen Resultate allgemein angenommen wurden, hat festgestellt, dass die Litteraturzeile im klassischen Alterthum die Summe von ca. 35 Elementen hatte und dass diese Raumzeile dem daktylischen Hexameter nachgebildet worden. ״Der Hexameter hält bei Homer im Durchschnitt 37, 7, bei Vergil 36, 9 Buchstaben und zwar giebt Vergil als Minimum deren 32, als Maximum 42.Die alten Hippokratesexemplare waren am sparsamsten geschrieben und ihre Zeile hielt sich im Maximum des Hexameters, 42tf4). Diese Zeilenlänge ist sehr alt. ״Das Prosabuch der voralexandrinischen Zeit überhaupt ist schon in derselben Normalzeile geschrieben worden wie Cicero und Euseb. Nach dieser *) Machzor Vitry 655. 2) Revue des Etudes Iuives 33, 305. 3) ib. 34, 98f. 4) Birt 204. Vgl. die Berechnungen 198 ff. und 506.