Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902)
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 82 (sequence 90)
- Language
- German
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- Cicero 1× ep/1024888
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82 Aeussere Grösse der Bücher. seinen Freunden die Grössenmaasse auf und beschreibt sein Aeusseres und Inneres1). Plinius hinterliess seinem Neffen (ep. III 5, 17) die 160 unedierten commentarii electorum als opistographi libri und zwar minutissime scripti?). In Athen hat man zur Zeit des Thukydides und auch noch später die Buchtheilung nicht gekannt. Die Werke der Dichter und Schriftsteller bildeten je eine Rolle, woraus Birt auf ein unbeholfenes Grossrollensyslem schliesst3), was unbegründet scheint, denn die Grösse des Inhalts kann durch die Kleinheit der Schrift paralysirt worden sein4). Ganz merkwürdig ist nämlich die von Birt festgestellte Thatsache, dass die Membrancxemplare sehr klein waren. ״Trotz ihres starken Inhaltes, den Martial selbst als Merkwürdigkeit hervorhebt, müssen sie in Höhe und Breite klein und den sonstigen Schreib tafeln . . . gleich gewesen sein.“ ״Zu der geringen Höhe und Breite stimmt, dass der Cicero in membranis sogar als Reiselektüre gedacht ist; es musste also ein bequem transportabler Codex gewesen sein.“ (85). Plinius5) kennt ein Miniaturexemplar der ganzen Homerischen Iliade, das in einer Nuss aufbewahrt wurde. Es ist die oben (Seite 32) erwähnte Fischhautrolle. Merkwürdigerweise berichtet der Talmud etwas Aehnliches von Kleidungsstücken. Ein reicher Jude schenkte ף Birt 504. ib. 349 n. 2. s) 63 und 443 ff. Die 48 Gesänge Homers bildeten ebenfalls nur Eine Bolle, was an die die ganze Bibel enthaltende Bolle erinnert. Vgl. auch Birt 463 : ״quod uno volumine et continenti scriptura expositum divisit in septem libros“. Ibidem: Das Grossrollensystem lebte sich erst im 2. Jahrhundert (ante) aus und liess noch bis zu . . . Ulpian Exemplare gelangen. Für die Erklärung der Titel ,סדר עולם רבד .מדרש רבד und סדר עולם זוטא ist nicht ohne Bedeutung, was Birt Seite 493 feststellt: ״Die alte Zeit unterschied Werke gleichen Titels nach dem Umfange als das grössere (grosse) und das kleinere (kleine)“. Für die 72 Uebersetzer der Bibel in’s Griechische ist nicht ohne Interesse die Thatsache, dass die Philippica des Theopomp in 72 Bücher getheilt wurden (461). 4) Ueber enge und weite Schrift siehe ibidem 274 und 46. 5) Naturalis historia VII 85 bei Birt 71.