Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902)
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 83 (sequence 91)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/3122061-3122088--4114-3125221- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Rashi 1× ep/1002670
OCR text
Kleinheit der Pergamentrollen. 83 nämlich dem Patriarchen Juda I (um 200) vier Kleidungs* stücke aus Linnen, von denen zwei zusammengerollt je die Grösse von anderthalb Nüssen, die anderen zwei je die Grösse von anderthalb Pistacien zeigten1}. Plinius erwähnt zur Erklärung dieser abnormen Kleinheit ausdrücklich, in membrana scriptum, da der faserige Papyrus für eine derartige Kleinheit der Buchstaben nicht geeignet war. Birt ist von der von ihm festgestellten Kleinheit der Membranexemplare2) selbst überrascht, und kann es nicht be^ greifen, wie so grosse Schriftmassen auf verhältnissmässig geringen Schreibflächen Platz gefunden haben. Er schliesst aus dieser auffallenden Thatsache auf N otens chrif t eines Tachygraphen. Nach dem, was wir für die hebräisehen Schriften ermittelt haben, wird man mit mehr Wahr« scheinlichkeit annehmen, dass mit dem Eindringen des orientalischen S c h r e ib s t o f f es, der Mem* brane, die im Orient gebräuchliche Kleinschrift, vielleicht durch orientalische librarii, auch in Rom Verbreitung gefunden hat. Es sei dem, wie ihm wolle, soviel steht fest, dass auch in Rom, dem Emporium des antiken Buchhandels, Leder und Kleinschrift mit einander verbunden waren. Dieser Beweis genügt für unsere Zwecke vollständig. Es sei zum Schluss nochmals hervorgehoben, dass die hebräischen Rollen äusserlich klein waren und bequem gehandhabt werden konnten und dass sie mit einer Kleinq Gittin 59 a: שיגר לי ביניים בן נוניים לרבי סובני וחומס סלסלה זמלמלא, סובני וחומם כאמגוזה ופלגיה דאמגוזא סלסלה ומלמלא בפ^סתקא ופלגי דפיסתקא. Wir übersetzten nach Raschi ,־ Levy III 468 b (cf. II 73 a) übersetzt noch genauer: ״ein feines Tucli [richtiger: Kleid] von Leinen, das, zusainmengerollt, in einer Nussschale, und ein desgleichen noch feineres Tuch., das in einer halben Nussschale Raum hat.a סיבני G־aßav0v s a b a n u in; חימם (vgl. noch Krauss, Lehnwörter II 373 a und 250 a). 2) Instruktiv, sind besonders die folgenden zwei Verse Martials : Pellibus exiguis artatur Livius ingens. Quam bvevis immensum cepit membrana Maronen!. 6*