Mannheim
Compact Memory

Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1902-01-01 · 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902) · p. Seite 66

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902)
Date
1902-01-01
Page
Seite 66 (sequence 74)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3122061-3122088--4097-3125204
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

66 Umfang der Bücher. zogen werden1). Es war nämlich nicht erlaubt, einen Theil eines Buches separat abzuschreiben. Es wird daher auch die Frage diskutirt2), ob dies zu pädagogischen Zwecken erlaubt sei? Der Lehrer schrieb nämlich die Schulrolle für seine Schüler selbst ab; bei einer grösseren Zahl von Schülern, was in Folge des allgemeinen Eifers für Gesetz und Religion normal der Fall war, hatte diese Frage eminent praktische Bedeutung. Ein solches Bruchstück hiess, im , Gegensatz zu ספר (Buch), 9גלה (Rolle). Schon die Mischna nennt Numeri 5, 11—13 ־ ף^גלת פוטה Eifersuchtsrolle. Das Wort Megilla hatte nämlich die specielle Bedeutung einer kleinen Rolle angenommen. So wird darüber gestritten, ob die Tora rollenweise oder auf Einmal vollständig gegeben wurde4). Ein und derselbe Abschnitt heisst ימגלה wenn er als selbständige Rolle, und לפרישה wenn er als Theil des ganzen Buches gedacht ist. Hohelied, Ruth, Klagelied, Prediger und Esther heissen die fünf Rollen (חמש מנ^ות), weil sie klein sind. Zuerst hiess das Estherbuch Megilla, wie der Name des von ihm handelnden Mischnatraktats Megilla zeigt. Ester ist nämlich ausser der Tora das einzige Buch (aus den Propheten und in Babylonien Samstag Nachmittag aus den Hagiographen wurden nur einzelne Stücke gelesen), das in der Liturgie Verwendung fand, es mussten also die Regcln der Anfertigung einer solchen Rolle festgestellt werden. Als später die genannten 4 anderen kleineren Schriften ebenfalls in die Liturgie eindrangen, wurde der Name auch auf sie übertragen, weil sie als selbständige kleine Schriften gedacht werden. Die Fastenrolle, Gewürzrolle, From- ף Gittin ib. .פ״ת שחפר יריעד, אחת אין קורין בו (j. Meg. 74 a ob. אמר ר, יוחנן פ״ת חפרה אין קודאין בה ברבים); Rabba und r. Josef (Auf. des 4. Jahrli. in Babylonien) erklärten: פפר אפטרתא אפור למקרי ביה, vgl. Rappoport. Erecli Millin sub אפטרתא• s) 1. c. מהו לכתוב מגלה לתינוק להתלמד בה? 8) Sota 2, 3. Vgl. Talmud z. St. und Rum. r. c. 9 (55 b unt.). 4) Gittin 60 a unt. תורה מגילה מגילה נתנה, תורה חתומה נתנה. Vgl oben 37 n. 1.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.