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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1902-01-01 · 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902) · p. Seite 33

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902)
Date
1902-01-01
Page
Seite 33 (sequence 41)
Language
German
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IRI
…/3122061-3122088--4064-3125171
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Schreibstoffe. 83 256 Dind. und fügt hinzu : ״vielleicht veranlasste nur die Schlangenform der aufgerollten Kölle die abenteuerliche Bezeichnung des Materials.“ Wir können aus dem Talmud konstatiren, dass die Existenz der fraglichen Homerrolle anzuzweifeln kein Grund vorliegt, da Schlangenhaut als Schreibmaterial nichts ״Seltsames“ ünd nichts ״Abenteuer• liches“ war. Man sieht auch aus dieser Thatsache, wie reich das Alterthum an Schreibmaterialien war und dass die Kritik den antiken Nachrichten gegenüber sich etwas massigen muss. Während in der klassischen Welt die Papyrusrolle vor dem Schreiber fertig vorlag, so dass sie den Umfang der Werke und ihre Eintheilung in Bücher beeinflusste1), schrieb der Bibelkopist jedes Blatt separat. Die Papyrusrolle wurde zusammengeklebt2), die Lederöder Pergamentrolle zusammengenäht und zwar mit dem Garn derselben Haut die vollgeschriebenen Blätter. Als Blatt (ן.ריי?ה) diente die ganze Haut, die in Kolumnen eingetheilt wurde. Traf cs sich, dass eine Haut länger war, als die übrigen, so dass mehr Kolumnen hätten gemacht werden müssen, wurde sie in beiläufig gleich grosse Hälften zerschnitten3). Auch ein kleines Stück Leder hiess Blatt4) und am Ende des Buches durfte ein solches verwendet werden5). Verboten war jedoch eine Kolumne auf zwei Häute zu schreiben6) 1J Birt l32.Dziatzko widerspricht jedoch dieser Ansicht (P. W. III900). 2) Aristoteles Seite 1042 B 18 : y.0Xky ׳^VSTat TO (i>ei Birt 432). Wattenbach 175 sagt jedoch man müsste von den Papyrusrollen annehmen: ״dass sie in einzelnen Stücken geschrieben und erst nachträglich susammengeleimt wurden, was bei der Länge der Rollen auch wahrscheinlich ist“. Den Leim der Schreiber erwähnt die Mischna Pesaeh. 3, 1 und der Talmud daselbst 42 b. Ueber die Wortform קולן של סופרים vgl. Krauss, Lehnwörter II 507. Wattenbach 175 n. 3 x,6XX0u, woraus zu •» schliessen ist, dass .die Form xoXXov existirt hat. Hebräisch heisst der Leim דבק (vgl. weiter 35 n. 1). 8) Menach. 30 a; j. Megilla 71 d 19. Siehe den Wortlaut der Stelle weiter II. c. 1. 4) Siehe oben 26 n. 2. 5) Menach. 1. c, 6) j. Meg. 71 c 14—20.

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