Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 25. für das Schlujahr 1901-1902 (1902)
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 21)
- Language
- German
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- Homer 1× ep/1025156
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Schreibstoffe. 13 gustus und sagt, ihr Brief war auf Leder (sv Supftspa) geschrieben1). ״Dass auf Kypros nach Hesychios der ßtß^toypaoo; (Buchschreiber) S^pftspaXotcpo; hiess, ist bei dem engen Zusammenhang der Kultur dieser Insel mit der des Ostens nicht zu verwundern (vgl. (tapffspa-TÖ ßißXiov in alten Glossaren“ 2). Vor der Kaiserzeit kam Pergament vorzugsweise im Orient zur Anwendung3). Auch in Athen schrieb man den Homer noch im 6. Jahrhundert ante auf Holztafeln und Häuten, erst nachher kamen die importirten Papyrusrollen auf4). Der um 200 vor unserer Zeitrechnung verfasste Aristeasbrief sagt von dem hebräischen Bibelexemplar, das der Hohepriester dem ägyptischen König behufs Anfertigung einer griechischen Uebersetzung gesandt hatte: ״Als sie aber mit ihren Geschenken und mit den Rollen (Stoä-spa^), auf denen das Gesetz stand — es war aber in jüdischer Schrift mit Gold geschrieben, das Leder auf bewundernswerthe Weise bearbeitet und für das Auge nicht wahrnehmbar an einander gefügt — eintraten, und der König sie sah, befragte er sie über die Bücher. Als sie nun die Rollen geöffnet und die Blätter aufgerollt hatten, trat er lange hinzu etc. Dann befahl er, die Bücher in Ordnung zu bringen“5). Die 1j Strabo XV 1. 2) Pauly-Wissowa III 944. 3) lbid. ף lbid III 942. 5) Aristeas § 176—179 bei Kautzsch, Die Apokryphen und Pseudopigraphen des. A. T. II 19. Die Stelle lautet in der mir zugänglichen Ausgabe von Thackeray bei Swete, Introduction into the Old Testament in Greek p. 549 (Merx Archiv II 44 Zeile 2—9) wie folgt; TCapsX'froVTcnv Ss cuv -tgT? a7v£G־Ta”Xpxvo^ Scopo^ zal 'zxiq Xta<popo&; <fep0*spa&$, sv vouo׳ö־S(7ta ysYPoc[jlIjl®v^ XPu<70YPa(P^ Ypapu/.a׳jt. ffauuaciGx;, stpY'aapisvQu tqu üptivo;, aal t7£ 7üpo^ SXkf{kaL avs7uaw־’9׳]nT0u zaTS az0LGu.zY/)q, d)$ siSsv 6 ßacrtXsu; tqü? avSpag, STUvipwTa 7rspl töv ßtß^imv. גס? a7׳uszaXu^av toc toW IvsilviptaTcov zal T0U£ ü׳J.SVa$ aV21Xi£av ztX. Schürer, Geschichte des jüd. Volkes III 468, setzt die Abfassungszeit mit überzeugenden Gründen um das Jahr 200 ante an, Wendland (bei Kautzsch II 8) zwischen 96—63. Pseudo- Aristeas war ein aegyptischer Jude, sah also Bücher auf Papyrus geschrieben, sein Zeugniss für Sicpffspat ist demnach von starker Beweiskraft.