Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- XXIII. für das Schlujahr 1899/1900 (1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 41)
- Language
- German
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36 r Die von S. b. S. verarbeitete Litteratur. Aus der nachtaunaitischen Mi draschlitt er atu r ist nur der Midrasch Chazitha zum Hohenliede (oder Schir rabba) citirt und zwar als 'פירי ש, d. h. פירוש שיר השירים, Commentai zum Hohenliede1). Jedoch sind viele Schlag- Wörter mittelbar oder unmittelbar auch anderen Werken dieser Litteratur entnommen2). C. Halachoth Gedoloth. Bei vielen talmudischen Yocabeln giebt unser Wörterbuch mit der Abkürzung ,הלכות =) הל) die Halachoth Gedoloth als Quelle an. Statt ,הל steht auch die sonst Artikel טחב mit der Ueb er Setzung באדגיר und der Quellenangabe ,הל (A1 לי). Dieses pers. Wort, eig. ״Windfänger,“ bed. nach V. I, 165a: aediftcium altum tempore aestivo supra domum exstructum et spiramentis ex omni parte instructum, ut oculi undique intrare possint. Ohne Zweifel ist dasselbe Wort gemeint, wie in טחב I, nur mit anderer Erklärung versehen, wol nach anderer Quelle. 1) Im Art. עכנאי I (pers. מארי, arab. אפעי) ist zuerst ,קיצז־ד ר שמעון בן יוחי, die Erzählung von E. Simon b. Jochai (d. h. Baba Mezia 84b, ebenso Art. טש II) als Quelle angegeben; dann heisst es weiter: ומ׳ לחבר שהיו לו ב, עבנין קשין פיר• ש, זאת קומתך. s. Schir r. zu 7, 8.— Nach Art. פרנק steht folgender Artikel: פרנוקין וחיטואים נאז וכוש ״) פירוש ש, מה יפו פעמיךWohlleben“). S. Schir ~r. zu 7, 2 (wo die Worte eorrumpirt sind: חיטטין ופרניקין). — Art. ריטגמא (st. דיטנמא StaTa^aa) wird ,פיר, ש als Quelle citirt und das Wort mit ירליג übersetzt. Ueber die Jerligh genannten Patente nnd Diplome der Mongolenherrseher (V. II, 1514b: mandatum regium) s. Hammer-Purgstall, Geschichte der Ilehane passim, bes. II, 358 ff. — Im Art. תקל I wird die in Schir r. zu 3, 3 gebrachte Controverse über Dan. 5, 25 eitirt: כתיבפיד, שיר* על משכבי בלילות (fehlt in A2). in Art.קצטרות wird (nur in P.) פירי שי als Quelle angegeben. Dem Schlagworte geht noch חוליות =) חליות) voraus und die beiden Wörter werden mit pers. מוהרהא ומינאהא übersetzt, welche Ausdrücke zu Zierraten dienende farbige Steine oder Glasstücke bedeuten. 2) Unter ב steht Artikel בסגמטין. Das ist das im Aruch nicht gebrachte, aber von Muss afia ergänzte סגמטין aus Tanch. und Num. r. במדבר Anf. (s. KohutYI, 18b). Bei Krauss, Lehnwörter II, 373 a, ist unrichtig Aruch anstatt Mussäfia genannt. S. b. S. übersetzt das Wort mit בסאט נרד, was bei Yullers nicht verzeichnet aber wol בסאט שטרנג (Y. 1, 238a) ist, also Schachbrett, oder hier: ein bunter, in viele Eelder getheilter Teppich; dieselbe Alt Teppiche, die bei Yullers, II, 431 a unter שטרנגי beschrieben ist.