Mannheim
Compact Memory

Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1900-01-01 · XXIII. für das Schlujahr 1899/1900 (1900) · page 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
XXIII. für das Schlujahr 1899/1900 (1900)
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3122061-3122092--3667-3124772
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Salomo b. Samuel aus Gurgäng. 9 'x' Angabe der von den Handschriften gebotenen Varianten. Die übrigen Abschnitte des Hebr. Theiles enthalten sachlich geordnete Auszüge, ebenfalls mit Angabe der Varianten. II. Salomo b. Samuel aus Gurgäng (Urgendsch). Namen, Heimat und Zeit des Verfassers unseres Werkes lernen wir nur aus seiner Nachschrift zu diesem, wie sie das Petersburger Manuscript enthält1), kennen. In dem ganzen grossen Werke findet sich sonst keine Angabe oder Andeutung über seine Lebensverhältnisse. Wir dürfen gewiss annehmen, dass die Stadt, in welcher er am Neumonde des Tammus im J. 1339 sein Wörterbuch vollendete, auch seine Heimat war. Die Stadt Gurgäng, arabisch Gurgämja, türkisch Urgeng, wird von dem arabischen Geographen Al־Mak disi (Al-Mukaddasi), am Ende des 10. Jahrhunderts, als Hauptstadt des chorasanischen (cisoxanischen) Theiles der Provinz C h w ä ־ ri 8m (oder Chähresm) bezeichnet2). Heute noch ist Urgendsch (oder Urgundsch) der grösste Ort des Chanates C h i w a (wie das ehemalige Chwärism nachher genannt wurde) in Russisch- Turkestan und in Folge seiner glücklichen Lage Wohnsitz aller Kaufleute Chiwa's, welche Handel nach Russland, Persien und Afghanistan treiben. Von der Provinz, in welcher Gurgäng liegt, heisst es bei A. v. Kreme 1* in seiner Be- Schreibung der Provinzen des Chalifenreiehes3): ״Man exportirte von dort vorzüglich Baum- und Schafwollstoffe. Die Bewohner wurden als sehr wohlhabend geschildert. Sie hatten nach I s t a c h r y ihre eigene Sprache (osttürkisch). Das Land producirte weder Silber noch Gold und die ganze Wohlhabenheit beruhte auf dem Handelsverkehr mit den türkischen Stämmen.“ Diese Schilderung, welche sicherlich auch für die Zeit Salomo b. Samuels ihre Geltung hat, macht eine be- 1) S. oben S. 6. 2) S. Sprenger, Die Post- und Reiserouten des Orients (Leipzig 1864), S. 32. 3) Culturgeschichte des Orients unter den Chalifen, I, 330.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.