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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1899-01-01 · [22.] für das Schlujahr 1898-1899 (1899) · p. Seite 85

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[22.] für das Schlujahr 1898-1899 (1899)
Date
1899-01-01
Page
Seite 85 (sequence 90)
Language
German
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i 85 Etwas gefehlt hatte, die öffentliche Aufmerksamkeit der Philosophie des Mannes zuzuwenden, der unter der Flagge des synagogalen Dichters längst bereits auch mit seinen kühnen Gedanken in den Hafen der jüdischen Glaubensgemeinde Einlass gefunden hätte, so war es ihm jetzt durch diese öffentliche und sicher Aufsehen erregende xAuszeichnung verliehen. י Abraham Ibn Daüd, diesen entschlossensten Aristoteliker der jüdischen Religionsphilosophie vor Maimüni, diesen Averroisten vor Averroes, musste der Anblick dieser * noch immer wachsenden Ausbreitung der Anhänger Ibn Gabirols nicht nur mit Missvergnügen, sondern mit dem, unabweislichen Verlangen hach Abwehr und Zurückdrängung erfüllen. Wie Maimüni später von Egypten aus gleichsam das Einfallsthor des Neuplatonismus ins Judenthum ver- Familienname nach der Ueb erlief er ung, erblickt wor.den wäre. Selbst die Münchener Handschrift des אמונה רמה schreibt p. 1 Z. 2 דאוד p, woraus bei Weil דאלר p wurde und die Verballhornungen in der Turiner Handschrift: ימול ג״ע p und in cod. Glinzbourg 678: דיאור נ״ע p, wo das י jedoch durchstrichen erscheint, beweisen nur, dass im Archetypus dieser Handschriften die arabische und darum den späteren Abschreib*ern fremdartige Namensform בן דאוד zu lesen waren. Auch Samuel Ibn Motots lieber Setzung nennt in der Vorrede oder Widmung an E. Isak Bar Schescheth Ibn Barfat das Buch: סי החכם הפילוסוף החסיד התורכי ר, אברהם בן דאוד הלוי ז״ל. So nennt auch Josef b.Sehemtob in seinem Commentar zu Efodi’s אל תהי כאבותי*ך Abraham: הפלוסוף החכם הקדוש ר׳ אברהם בן דאוד בספרו הידוע באמונה רמה. Auch zu Beginn des ספר הקבלה heisst: Ibn Daüd in manchen Handschriften. richtig דאווך p, vgl. Med. Jew. Chron. 1, 47 n. 1. Wohl schreibt Abraham b. Salomo aus Torrutiel ib. 102: דוד p הרב החסיד ר׳ אברהם ד,לוי, allein die Stellung des Wortes הלוי beweist wohl, dass er דוד p nicht als den Namen des Vaters, sondern als Familiennamen betrachtet haben dürfte. Abraham Zaeuto'hat dagegen, wenn der Text lichtig ist, David als Namen des Vaters unseres Abraham angesehen, da er Juchasin* p. 216 schreibt: החסיד ר׳ אברהם הלוי בן דאוד הל וי הצדיק ז״ל. Mosconi im Josippon giebt als Familiennamen Abraham b. David, ha-Lewi’s Ibn Alsivdikan s. אוצר טוב in Berliners Mag;azin 3, 021: החכם ר, אברהם בן דוד הלוי הידוע אלצדיק .הנדp אלצדיק' מגדולי חכמי גרנטה ... ר, אברהם p. Doch dürfte diese Angabe auf eine willkürliche Folgerung aus der Bezeichnung : הצדיק,, nicht auf eine Ueberlieferung zurückzuführen sein.

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