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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1899-01-01 · [22.] für das Schlujahr 1898-1899 (1899) · p. Seite 81

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[22.] für das Schlujahr 1898-1899 (1899)
Date
1899-01-01
Page
Seite 81 (sequence 86)
Language
German
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IRI
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lassen, befremdlich genug, so wächst noch ihre Auffälligkeit, wenn־ wir. die Ausschliesslichkeit, die Unablässigkeit *« « ' ״; . ' i ’ und fast persönliche Schärfe dieser Kritik ins Auge fassen. Keinen von seinen spanischen Vorgängern oder Mitbewerbefn auf dem Gebiete der Religionsphilosophie hat Abraham Ibn Daüd in seinem ״erhabenen' Glauben“' der Nönnung oder auch nur stillschweigenden Bekämpfung für würdig gehalten1 * *). Um so sinnenfälliger hebt von dem Grunde dieses Stillschweigens die Hervqrkehrung der Gegnerschaft* gegen Salomori Ibn Gabirql und das liebevoll grausame Verweilen bei seiner Befehdung sich ab. Gleich an der Schwelle des Buches, als könne er nicht früh genug seinerü Unmuthe gegen ihn Luft machen, ,wie bei jedem eifersüchtig wahrgenommenen Anlässe wird Ibn Gäbiröl bekämptt und verkleinert. Die regelmässige Nennung seines Namens erscheint, um so berechneter, , als die Polemik damals in diesem Zweige der Ditteratur sonst meist stillschweigend und nur in den seltensten Fällen unter namentlicher Hervorhebung des angegriffenen Autors, zu erfolgen pflegt. Der Kampf gegen Salomon Ibn;Gabftbr wür aber upiso. gewaltsamer herbeigezogen und wie vom Zäune gebrochen, als er gar nicht mit der Absicht aufgetreten war, ein * religionsphilosophisches Werk in seinem Buche zu liefern, vielmehr mit unverkennbarer Beflissenheit jede Spür; von Confessionalität in *seinem Denken zu vermeiden sich bemüht hatte. Die Zusammenstellung mit des Gaon Saadja ״*Glaubensleh: ren und -Meinungen“, den! ersten Denkmale jüdischer Religionsphilosophie, weil erstem Harmonisirtfngsversuehe von Glauben und Denken, in der jüdischen Litteratur des Mittelalters, widerlegt sich schon in Folge des Umstandes, dass in Salomön Ibn Gabirols Werke der ,erste und vielleicht einzige Versuch eines Juden im Mittelalter vorliegt,׳ ein rein philosophisches Lehrgebäude auf religiös völlig voraussetzungsloser Grundlage aufzuführen. 1) ,Vgl. raeinQ Geschichte der Attributen!ehre in. der Religionspkilosophie von Saadja bis Udaimuni p. 241—252. *’# 4י jüdischen V ' 6 ־־ /. ־־

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