Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [22.] für das Schlujahr 1898-1899 (1899)
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 58)
- Language
- German
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eine Vermuthung über die Bedeutung dieses Namens und damit auch über den Inhalt des Buches nach diesen Fragmenten gestattet ist, so werden es die Substanzen des Schöpfers, des Urelementes öder der Materie, des Nus, der Seele und der Natur gewesen sein, denen die Darle׳ gungen des Ganzen gewidmet waren.1) Unmittelbar auf den Schöpfer folgt in der Rangstufe der Wirklichkeit und für die denkende Betrachtung, die Materie, das Urelement,2) wie Pseudo-Empedokles und Ibn Gabirol mit dem gleichen arabischen Woite es bezeichnen, die grosse Grundlage alles Geschaffenen in Geister- und Körperwelt, ״der Thron der Herrlichkeit“,3) der Träger aller Existenz. Dieselbe Übereinstimmung offenbart sich in der Annahme der übrigen Substanzen und der Anschauung von ihrer auf steigend geordneten Schönheit und Herrlichkeit, wie in der Lehre von dem in ־ allen waltenden Parallelismus 1) Vgl. die Fragmente § 16 und 32. 2) Der Gebrauch; von אלענצר für Materie im Original des Empedokles ist durch Schahrastäni ed. .Cureton p. 2618, und für Ibn Gabirol durch das Citat hei Mose Ibn Esra: (s. Harkavy a. a. 0. 135 Nr. 4) bezeugt. Die TJ eher Setzung der Aeusserung über das Urelement bei Schahrastäni lautet nach Haarbrücker II, 92, völlig unverständlich: Empedokles sägt ferner: der erste Grundstoff war einfach, von ähnlichem Wesen als die Vernunft, welche unter ihm ist, und nicht ist das unter ihm schlechthin einfach, d. h. Ein UiLg e m i s c h t e s von ähnlichem Wesen als die Ursache, sondern V e rursa c h t e s ist nur zusammengesetzt, sei es eine der Vernunft angehörige, oder eine dem Sinne angehörige Zusammensetzung. Empedokles sagt hier jedoch wörtlich: ״Die Urmaterie ist einfach von Seiten des (d. h. im Verhältniss zum) Nus, der nach ihr folgt, jedoch nicht absolut einfach, d. h. durchaus Eins — Z. 9 ist דונה zu streichen; vgl. Munk a. a. 0. 243 n. 3 — von Seite des Wesens ihrer . Ursache [sc. Gottes], denn es giebt kein Verursachtes, das nicht entweder geistig oder sinnlich ,zusammengesetzt wäre.“ Hier liegt der. Gedanke Ibn Gabirols von1 der Zusammensetzung alles Geschaffenen klar ausgesprochen. Ich erblicke hierin auch den Beweis, dass Schahrastäni in diesem Theile seiner Auszüge die ״fünf Substanzen“ excerpirt hat. Eür die übrigen Substanzen vgl. Ibn Gabirol IV, 25. 3) Vgl. Munk a. a. 0. 144 n. 2, B o sin, Monatsschrift 42, 31 n. 1.