Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [19] für das Schlujahr 1895/96 (1896)
- Date
- 1896-01-01
- Page
- – (sequence 179)
- Language
- German
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164 Die Sprache. eigentlich, wie Kenner beider Sprachen übereinstimmend sagen, nur eine Sprache, und mit ihnen ist das Aramäische, mit diesem das Griechische verwandt1). Dass Arabische ist offenbar Hebräisch, das ein wenig verdorben ist2). Die Sprache ist ein Yorzug des Menschen, eine Gnade, die ihm Gott erwiesen und durch die er ihn — von den anderen Wesen — unterschieden hat. Auch die heilige Schrift bezeichnet die Sprache als Gottesgabe, Exod. 4, 11, Jesaia 50, 43). Diese Gottesgabe, dem Menschen als Mittel der geistigen Vervollkommnung verliehen, darf nicht missbraucht werden, indem man sie in den Dienst der sinnliehen Begierden stellt, wie das die heidnischen und sittenlosen Völker in ihren Gedichten und Geschichten gethan haben4). mittleren, gemässigten Klimata (.אלאקאלים אלמעתדלד) lehrt. Die Inferiorität der Völker des äussersten Nordens und äussersten Südens erwähnt Maimüni M. N. IH, 29 (62 b) und III, 51 Auf. 1j ,פרקי משד (Kobez n, 23 ab): ואמנם לשון עברי וערבי הנד נתאמת בלי ספק (arab. לבל מי שיודע ב׳ דלשונות שדם כלשון אחד (לגד ואחדה והארמי קרוב מדם קצת דקורבד ודיוני קרוב מן דארמי. Das arabische Original zu diesem Satze s. bei Goldziher, Studien über Tanchum Jeruschalmi, S. 19, A. 2. Ab ulw alid urtheilt richtiger, indem er das Aramäische die Zwillingsschwester des Hebräischen nennt, auch die Massora habe beide Sprachen als eine betrachtet פעדוהמא לכה ואחדדס), s. Mustalhik, Opuseules p. 183 f. Maimüni scheint die Tendenz befolgt zu haben, durch die Uebertragung dieser nächsten Verwandtschaft vom Aramäischen auf das• Arabische die hebräische Sprache an den von arabischen Schriftsteilem der arabischen zuerkannten Vorzügen zu betheiligen. 2) Brief an Samuel Ibn Tibbon (Kobez II, 27 c): בלשון ערבי שהוא ודאי לשון עברית שנשתבשה מעפז. Goldziher (a. a. 0. s. 19, A. 1) eitirt ungenau ל׳ עברי שנשתבש; jedoch ist das ..ein wenig“ hier von Bedeutung, weil die Vorstellung vom corrumpirten Hebräisch wesentlich einschränkend. S. noch Z. d. D. M. G. XLIII, 258, Anm. 12; H. Brody, Studien zu den Dichtungen Jehuda ha-Levi’s, I, 10. 3) M. N. III, 8. (L4a). Ebenso sagt M. im lg. Schemad (Kobez II, 12 a): החסד אשר נתחסד בו עמנו האל ית׳ כלומר הדבור בלשון כמו שאומר ית׳ בתורתנו הקדושה מי שם פד לאדם (Arabisch würde das lauten: . . אלנעמה אלתי אנעם בהא עלינא אללה תעאלי אעני אלגטק באללסאן — fast wörtlich so wie im M. N.) 4) III. 8. Unter den Gedichten und Geschichten der heidnischen Völker (אלגוים אלגהלה אלפאסקון פי אשעארדם ואכבארהם) meint M. wol