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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1896-01-01 · [19] für das Schlujahr 1895/96 (1896) · page 145

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[19] für das Schlujahr 1895/96 (1896)
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 145)
Language
German
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IRI
…/3122061-3122084--3116-3124525
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130 Zum Buche Hiob. alle übereinstimmende!• Meinung seien. Der spezielle Gedanke Eiihu’s ist allegorisch in seiner Aeusserung über die Vermitielung eines Engels ausgedrückt (33, 23), ausserdem auch in der über die Prophetie (33, 14 f.)1). Zur Bestätigung seiner Ansicht über Gottes Vorsehung dienen auch die Schilderungen Eiihu’s von den verschiedenen Naturerscheinungen, unter die auch Vorgänge gemengt werden, welche die Menscbenwelt betreffen, wie Seuchen (34, 20) und grosse Kriege (34, 24). Auch die Offenbarung, welche Hiob zu Theil wird (38—41) und durch welche er seinen Irrthum erkennt, beschränkt sich auf die Schilderung von Naturdingen, sei es der Elemente, sei es der atmosphärischen Erscheinungen, sei es der Natur einzelner Thiergattungen; denn auch, wo Himmel und Gestirne erwähnt werden (38, 31 ff.), ist nur deren Einwirkung auf die Atmosphäre gemeint. Die Thierwelt wird übrigens auch von Elihu erwähnt (35, 11). Der Zweck aller dieser Schilderungen ist, zu lehren, dass wenn schon diese in der Welt des Werdens und Vergehens existirenden Naturdinge hinsichtlich der Art ihres Geschehens und des Ursprunges der in ihnen vorhandenen Naturkräfte unserer Vernunft unzugänglich sind, weil sie dem, was wir thun, durchaus nicht gleichen, wir umsoweniger Gottes Leitung und Vorsehung in Bezug auf diese Dinge mit unserer Leitung und Fürsorge in Bezug auf die von uns abhängigen Dinge vergleichen dürfen; vielmehr müssen wir uns auf das Maass des uns gewährten Erkennens beschränken und glauben, diss vor Gott nichts verborgen ist (34, 21 f.). Das Buch Hiob hat den Zweck, diesen Grundartikel des Glaubens festzustellen und durch den Hinweis auf die den Naturdingen zu entnehmenden Beweise den Irrthum zu beseitigen, als ob Gottes Wissen, Gottes Absicht, Leitung und Vorsehung den unseren gleichen. Wer dies erkannt hat, so lehrt das Buch Hiob, wird leicht jedes Missgeschick ertragen, in ihm wird ג) Beide Aeusserungen ergeben die Ansicht, dass sich Gottes Vorsehung auf das menschliche Individuum erstreckt, wie das M. als seine eigene Ansicht in III, 17 ausführlich darlegt.

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