Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [19] für das Schlujahr 1895/96 (1896)
- Date
- 1896-01-01
- Page
- – (sequence 138)
- Language
- German
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Zu Ezechiel 1. 123 Leser, bemerkt er weiter, werden seine Erläuterungen wie blosse Worterklärung des Textes erscheinen, wie eine Dar־ legung des äusseren Sinnes; aber dem wissenschaftlich vorbereiteten Leser wird der wahre Sinn der Vision auch aus den Andeutungen klar werden1). 1, 1. Der Plural מראות bezieht sich auf die Vielfach« heit des in der Vision Geschauten. Es sind die mit וארא (V. 4, 15, 27) eingeführten drei Vorstellungen der Chajjoth, der Ophannim und der ״Menschengestalt“, mit denen drei Stufen der Erkenntniss gemeint sind2). — Die genaue Angabe des Ortes und der Zeit der Vision ist nicht ohne Bedeutung3 4)״ — Die Worte ״es öffneten sich die Himmel“ bilden den Schlüssel des Ganzen; ״sich öffnen“ ist metaphorisch gesagt, wie oft פתה in der Bibel, z. B. Jes. 26, 2; Ps. 78, 23; 24, 9; 118, 19*). Inspiration. S. die Beispiele aus Abulwalid, Moses IbnEsra, Salomon Ibn Parchon in meiner Schrift: Leben und Werke des Abulwalid S. 14, Anm. 81 und S. 31, Anm. 158, wo noch aus Abulw.’s Takrib wa- Tashil (Opuscules, ed. Derenbourg, p. 269) anzuführen war: ואסאל אללה אלהאמי פי דלך. Maimüni selbst sagt von seiner Deutung der den Satan betreffenden Stellen des Hiob-Prologes, es seien ihn diese Ideen gleichsam wie durch Offenbarung gekommen (M. N. ni, 22,46 a: וארי כיף תהצלת לי הדה אלמעאני שבה אלוהי). Vgl. auch Samuel Ibn Tibbon, יקוו המים, p. 9: ״ובאלו בא לי בדוה הקדש Joseph Ibn Aknin in der bei Steinschneider (Allg. Enc. II, 31, 55) und N e u b a u e r, Monatsschrift, 1870, 398, citirten Stelle: ♦ממא םא<ן מן נדר אלבארי ג) S. auch die Schlussbemerkung, III, 7 Ende. — Im Folgenden wird nur ein Theil der Erläuterung Maimünis zum Texte der Vision Jecheskels wiedergegeben werden. In M. Hajichud p. 11 verweist M. kurz auf seine Erklärung derselben. ף IH, 5. 3) IH, 7. Anfang, Maimüni verräth mit keinem Worte, welches diese Bedeutung sei. Vielleicht meint er die unmittelbar vorher, c. 6 Ende, ausgesprochene Vermuthung, wonach Jecheskel deshalb seine Vision so genau beschreibt (im Gegenzatz zu Jesaia 6), weil das für seine im Exil lebenden Zeitgenossen nöthig war. 4) Ib. In wieferne in den Worten גפתהו השמים der Schlüssel der ganzen Vision (מפתאח אלגמיע, vgl. oben S. 95, A. 4) zu erblicken sei, wird verständlich, wenn wir die Erklärung M.’s zu השמים in Gen.