Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [19] für das Schlujahr 1895/96 (1896)
- Date
- 1896-01-01
- Page
- – (sequence 136)
- Language
- German
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Zu Genesis 1 121 חשך ist das Element des Feuers, wie denn in Deut. 4, 36 האש dasselbe ist, was החשך ib. 5, 20 (vgl. auch Hiob 20, 26)1). Die vier Elemente sind in ihrer natürlichen Folge vorgeführt: über dem ״Wasser“ die ״Luft“ (2(רוח], darüber die ^Finsterniss“. Da die Luft ״bewegt“ gedacht ist (מרחפת), wird sie רוח אלהים genannt; denn so wird auch anderwärts (Kum. 11, 31; Exod. 15, 10; 10, 19), die Bewegung des Windes Gott zugeeignet3). — In Y. 4 und 5 bedeutet חשך nicht dasselbe, wie in Y. 2, sondern die Finsterniss, als den Gegensatz des Lichtes4); ebenso wie ארץ in Y. 10 nicht dasselbe bedeutet, wie in Y. 2. Mit der Angabe ״Gott benannte“ wird darauf hingewiesen, dass zwischen den beiden Bedeutungen des einen Wortes ein Unterschied ist5).־—Y. 6 f. Die Unterscheidung zwischen den oberen und unteren Wassern ist nicht örtlich gemeint, sondern bedeutet die natürliche Unterscheidung durch die ״Form“, sowie auch die Unterscheidung zwischen Licht und Finsterniss (Y. 4) gleichsam als Unterscheidung durch die Form gemeint ist6,). — ״Gott nannte“, Y. 8, weist 0 Maimuni giebt auch eine physikalische Ursache dafür an, dass das Elementarfeuer als חשך bezeichnet wird. 2j S. oben S. 52. 3) Nach Saadja (Jezira-Commentar, Einleitung p. 9, franz. Üebers. 24) enthält Gen. 1,1 einen Hinweis auf die Schöpfung der zwei Elemente Eener und Erde, V. 2 auf die von Wasser und Luft (s. auch Die Bibelexegese der jiid. Bel., S. 16). 4) Ib. (68a, Z. 9). 5) Ib. (67b, Z. 10; 68b, Z. 11). M. stellt es als allgemeine Begel auf, dass die x4.11gabe ״Gott benannte״ in Gen. 1 die begriffliche Scheidung zwischen den Bedeutungen eines Homonyms andeutet. Er wendet diese Kegel auch für die meisten übrigen Beispiele an. M. nennt die Begel םוד גדול מן חסודות =) סר עטים מן אלאפראר>; s. diesen Ausdruck auch oben S. 13, A. 7. 6) Ib. (68 a). Der Schlusspassus: מתל קולח ויבדל אלד,ים בין האור ובין החשך אלדי הו כאלפצל פי צורח מא ist sowohl von 1. Tibbon als von Munk (p. 238 f.) ohne Berücksichtigung des כ in כאלפצל übersetzt worden. Eine wirkliche Eorm, die, zur Materie hinzutretend, das Wesen des Dinges ausmacht, kann es bei Licht und Einsterniss nicht g'eben, also auch keine Unterscheidung durch die Eorm. Aber — so sagt M. — Licht und Einsterniss unterscheiden sich so wesentlich von einander, als seien sie durch die ״Eorm“ geschieden.