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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1896-01-01 · [19] für das Schlujahr 1895/96 (1896) · page 131

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[19] für das Schlujahr 1895/96 (1896)
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 131)
Language
German
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IRI
…/3122061-3122084--3102-3124511
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116 Die biblischen Erzählungen. 14. *) Die in Deut. 25, 7—10 vorgeschriebenen Handlungen galten nach den Sitten jener Zeit als verunehrend. Sie sind darum vorgeschrieben, damit der Mann, um ihnen zu entgehen, lieber die vorgeschriebene Schwagerehe voll־ ziehe* 2). XV. Die biblischen Erzählungen.3) Jede im Pentateuch befindliche Erzählung hat irgend eine für die Religion förderliche Nutzanwendung zum Zwecke. Sie dient entweder der Bekräftigung eines der Grundartikel der Religion, oder sie will zur Veredelung des menschlichen Handelns, zur Beseitigung der Ungerechtigkeit und Feindseligkeit aus der menschlichen Gesellschaft beitragen. Die Erzählungen von der Urgeschichte der Menschheit und von dem Ursprünge und der Zerstreuung der Völker, sowie die verschiedenen genealogischen Verzeichnisse sollen die Grundlehre von der Erschaffung der Welt und der Herkunft der Menschheit von einem erschaffenen Menschenpaare bekräftigen und vor Zweifeln bewahren4). — Die Erzählung von der Sündfluth und von der Zerstörung Sodoms und Amora’s dienen der Lehre zum Beweise, dass ״dem Frommen Frucht zu Theil wird, dass es einen richtenden Gott giebt“ (Ps. 58, 125). — Die Erzählung in Gen. 14 soll D III. 46. 2) Vgl. zum Inhalte dieses Capitels noch Joel, Die Eeligions- Philosophie des Moses b. Maimon, S. 82 ff.; Bardo wit z, Die rationale Schriftauslegung des Maimonides, in Berliner’s Magazin XIX, 139 — 170, XX, 50—76. ä) M. N. III, 50. S. oben S. 13. 4) Schmiedel (Studien, S. 110) macht darauf aufmerksam, dass M. dies Argument für die Lehre von der Weltschöpfung J e h u d a II a 11 e v i entlehnt hat. 5) Anders äussert sich M. in C. M. Acht Capitel, c. 5. (P. Mosis 217): »Wo immer in der heiligen Schrift Tadel der Lasterhaften und Lob der Guten vorkömmt, ist damit beabsichtigt, die Menschen zur Befolgung des Lebenswandels der Einen und zur Meidung des Lebenswandels der Anderen zu ermahnen.“ Mit Bezug auf Lev. 18, 3 und die Schilderung der Sodomiten ([לצף אלסדלמיי). — Aus dem angeblichen Testa-

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