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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1896-01-01 · [19] für das Schlujahr 1895/96 (1896) · page 129

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[19] für das Schlujahr 1895/96 (1896)
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 129)
Language
German
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114 Begründung einzelner Gebote. bringen des Fleisches, die Ausgiessung des Weines und der Gesang entsprechen den drei Seelenvermögen: die Begierde findet am Fleische ihre Lust, die Lebenskraft am Weine, die Denkkraft am Gesänge. So bringt jede der drei Kräfte im Opfer das dar, was ihr das Liebste ist1). 12.2) Die gesetzlichen Yorschriften über die Unreinheit haben mehrerlei Zwecke: 1. Fernhalten äusserer Unreinlichkeit. 2. Schutz des Heiligthums durch Yerminderung seines Besuches. 3. Bewahrung der Lebensgewohnheiten vor allzugrosser Aengstlichkeit und lästigen Bräuchen, wie sie die Sabier in dieser Hinsicht beobachteten. 4. Erleichterung der durch die Rücksicht auf Rein und Unrein hervorgerufenen Qualen und Störungen, indem diese Rücksicht auf das Heiligthum und die heiligen Dinge beschränkt wird (s. Lev. 12,4)3). טומאה ist ein Homonym und bedeutet dreierlei: 1. Den Zustand des Ungehorsams und der Uebertretung von Geboten, in Handlungen oder Gedanken, so die Uebertretung der drei Grundgebote4) über Götzendienst (Lev. 20, 3), Unzucht (ib. 18, 24) und Mord (Num. 35, 34). 2. Aeussere Unreinlichkeit (Echa 1, 9). 3. Unreinheit in der Vorstellung, die durch die Berührung oder das Tragen gewisser Dinge oder das Zusammensein mit ihnen unter einem Dache bewirkt wird. Mit קדושה wird das Gegentheil dieser drei Arten der ״Unreinlichkeit“ bezeichnet5). 1) M. theilt diese Symbolik im Namen eines Anderen, Ungenannten mit, ohne sie anzuerkennen. Noch jetzt, bemerkt er, bereite ihm die Vorschrift des Trankopfers Verlegenheit, da ja dies auch von den Heiden dargebracht werde. Es biete sich ihm keinerlei Grund für die Beibehaltung desselben dar. 2) III, 47. 3) Am Anfänge dieses Capitels schickt Maimüni die allgemeine Bemerkung voraus: Die durch Moses gegebene Lehre hat die Tendenz, die Last der Cultushandlungen und Bräuche, wie sie in der heidnischen Welt herrschten, zu erleichtern, mit Hinweis auf Micha 6, 3; Jerem. 2, 31; ib. 2, 5. Vgl. H, 39 Ende. 4) 109) אמד,את אלמצות ואצולהא b, z. 7 v. u.). 6) In M. T., Ende des X. Buches, betont Maimüni auch die symbolische Bedeutung der Gesetze über Eein und Unrein:. ♦ . רמז יש בדבר כשם שהמכוון לבו לטהר כיון שטבל טהור ואע״פ שלא נתחדש בגופו דבר

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