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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1896-01-01 · [19] für das Schlujahr 1895/96 (1896) · page 96

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[19] für das Schlujahr 1895/96 (1896)
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 96)
Language
German
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81 4 Falsche Propheten. gungen der Propheten sich stets bewahrheiteten, s. II Kön. 10,10. Darauf zielt auch Jerem. 23, 29. Doch bewirkt reuige Umkehr und Gottes Barmherzigkeit, dass durch den Pro« pheten verkündetes Unheil nicht eintrifft, s. I Kön. 21, 29. Bleibt aber eine Heilsverkündigung unerfüllt, so beweist dies, dass der Prophet ein falscher sei, Deut. 18, 22. Unbedingt verkündigte Heilsverheissung geht stets in Erfüllung, Jerem 28, 7 ff1). ^-Dem Propheten ist es gestattet, momentane Yerfügung zu treffen, welche gegen das mosaische Gesetz verstossen; so that Elija, I Kön. 18, 30 ff., gegen Deut. 12, 13 und Lev. 17, 4; Elischa, II Kön. 3, 19, gegen Deut. 20, 192). Sowie es Leute giebt, die sich die Gedichte Anderer aneignen, oder die an wissenschaftlichen Werken Plagiate begehen, so gab es auch Leute, welche prophetische Reden vortrugen, ohne dazu berechtigt zu sein, wie Zidkija b. Kenaana (I Kön. 22, 11, 24) und Chananja b. Azzur (Jer. 28, lf.3). — Das wichtigste Merkzeichen, welches den falschen Propheten als solchen erkennbar macht, ist die Sinnlichkeit und besonders die Lust an der erniedrigenden sinnlichen Liebe. Dies ist am Beispiel der Jerem. 29, 22 f. gebrandmarkten falschen Propheten deutlich4). Beunruhigungen in wachem Zustande (Munk, p. 291, hat unrichtig die Worte פי האל אליקטה, Bl a, Z. 6, auf alle drei Erscheinungen bezogen, während sie nur zu דהשאת gehören), so dass sie sich seihst für Propheten halten. Das ist eine deutliche Anspielung auf den Propheten des Islam, was auch der Commentator S chem tob andeutet (ואתה תבין אל מי שהוא רומז). — In n, 38 kommt M. wieder auf den Unterschied zwischen den wahren Propheten und den nur in ihrer Einbildungskraft angeregten falschen Propheten zurück. 1) C. M. Einleitung zu Chelek (92h c, P. M. p. 20—28). Vgl. M. T. Jesode Tora 10, 2—4. 2) C. M. ib. (92 d, P. M. p. 28 f.) 3) II, 40. Nach M. hat Chananja Anderen offenbarte, wahrhafte Prophezeiungen als eigene vorgetragen. Diese Annahme beruht nach Munk (p. 309, Anm. 3) auf der stillschweigenden Adoption der talnmdischen Erklärung (Sanh. 89 a).' 4) II, 40 Ende. Die Schlussbemerkung והב]) פאפהם הדא אלמקצר זאת הכוונה) ist . ebenfalls (s. oben) ein polemischer Hinweis auf Muhammed, den schon seine Sinnlichkeit als falschen Propheten kennzeichnet. S. Steinschneider, Pol. und apol. Litteratur, S. 304. Die Bibelexegese Maimüni’s . 6

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