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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1896-01-01 · [19] für das Schlujahr 1895/96 (1896) · page 35

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[19] für das Schlujahr 1895/96 (1896)
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 35)
Language
German
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…/3122061-3122084--3006-3124415
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20 Die men schliche Redeweise der Bibel. betreffenden biblischen Aussagen umfasst, will sagen, dass, weil die Menschen im Allgemeinen sich nur körperliches Dasein vorstellen können, auch von Gott, um sein Dasein anzuzeigen, körperliche Attribute ausgesagt wurden. Ebenso wurde ihm, um ihn als vollkommen zu bekunden, Alles zugeschrieben, was für uns Menschen als Yollkommenheit gilt. Hingegen wurde von ihm kein Attribut ausgesagt, welches auch die vulgäre Auffassung als Unvollkommenheit oder als Mangel im Menschen betrachtet; deshalb wird Gott weder Essen und Trinken, noch Schlaf und Krankheit, noch Ungerechtigkeit oder dergleichen zugeschrieben. Hingegen gilt Bewegung gemäss der Sprache der Menschen, d. h. in der vulgären Vorstellung1), nicht als Unvollkommenheit; darum finden wir von Gott alle Arten der Bewegung von Lebewesen ausgesagt, sowie auch das Attribut des Lebens selbst.2) Die körperlichen Organe sind Gott metaphorisch zugeschrieben, um durch sie auf seine Handlungen hinzuweisen; die Handlungen selbst sind aber auch nur metaphorisch von Gott ausgesagt, um auf irgend eine Yollkommenheit in ihm hinzuweisen, die aber keineswegs in der von Gott ausgesagten Handlung selbst besteht.3) —Wo in den Büchern der Propheten Gott ein körperliches Organ zugeschrieben ist, dort ist es entweder ein Organ der örtlichen Bewegung, um Leben anzuzeigen, oder ein Sinnesorgan, um die Wahrnehmung anzuzeigen, oder ein Tastorgan (die Hand), um בהסב לשרן בני אדם אעני אלכיאל אלגמהורי (ג (p. 29 b, z. 7). 2) M. N. I, 26. In C. M. Einl. zu Chelek, Art. 3 (P. M. p. 166) ist die Regel so formulirt: Wo immer in der Bibel eine Aussage körperlicher Attribute von Gott vorkömmt, wie Ortveränderung, Stehen, Sitzen, Reden und dgl., ist es metaphorischer Ausdruck (מנאז), und dem Satze gemäss: דברה תורד, כלשון בני אדם. Die Leute haben viel über dieses Capitei geredet (וקד תבלם אלנאס פי הדא אלבאב כתירא), Für אלנאס hat die hebr. Uebers.: חכמים. S. auch M. T. Jesode Tora 1, 9, wo דעתן של בני אדם dasselbe bedeutet, was in M. IST. (vorige Anm.) אלכיאל אלגמהורי (Ibn Tibbon: הדמיון ד,המוני). S. ferner T. H. g. Anf. (Kobez II, 8 c), M. Hajichud Anfang. 3) M. N. I, 46 (50b f.). S. auch I, 51 Anfang; I, 59 (73b).

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