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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1896-01-01 · [19] für das Schlujahr 1895/96 (1896) · page 33

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[19] für das Schlujahr 1895/96 (1896)
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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1 8 Die Sclirift von der ewigen Seligkeit. sowie zahlreiche sonstige exegetische Einzelheiten enthält» Jedoch sind die gegen die Echtheit der Schrift vorgebrachten Gründe nicht überzeugend, und dass sie im ganzen Maimüni’s Gedankenkreise angehört und seiner nicht unwürdig ist, will ich an einer anderen Stelle besonders darlegen.1) Hingegen trägt der eine Art letzten Willens enthaltende Brief Maimüni’s an seinen Sohn, der die älteste Sammlung Maimüni’scher Briefe und Gutachten eröffnet2), zu unverkennbare Merkmale der Fiction an sich, als dass der jüngst unternommene Yersucli3), seine Authentie zu retten, hätte gefingen können. Was den Brief für den Gegenstand der vorliegenden Arbeit besonders interessant machen würde, seine Aeusserung über die Exegese Ibn Esra’s und die allegorischen Sehrifstauslegungen, die er in Fülle enthält, darin liegt das Hauptargument gegen seine Herkunft von Maimüni. Die allgorischen Deutungen der biblischen Erzählungen von Pharao und dem Anfenthalte Israels in Aegypten, der Personen Moses’ und Aharon’s, Davids, Jerusalems und des Heiligthums, Samaria’s und seiner Könige, der Erz. von Samuel und Saul u. s. w. tragen durchaus den Character der späteren, allerdings auf Maimüni’s Schriften basirenden und nicht lange nach seinem Tode in Südfrankreich erstandenen Allegoristik. Die Yerherrlichung Ibn Esra’s aber, die sich von dem dunkeln Grunde der gegen die nordfranzösischen ßabbinen gerichteten Schmähungen noch glänzender abheben soll, trägt den deutliehen Stempel der Tendenz an sich. Dass sie unmöglich von Maimüni niedergeschrieben sein kann, beweist schon die* eine Aeusserung darin, Maimüni habe die exegetischen Schriften Ibn Esra’s erst, nachdem er seine Hauptwerke Jewish Qu. Bev.Bd. IX. Steinschneider zählt, Cat. Bodl. C0L 1917, die Schrift von der Seligkeit unter die echten Schriften Maimimi’s, und auch in seinem neuesten Werke (Die hehr. Uebersetzungen, S. 437) äussert er sich dahin, dass nichts in ihr wäre, was eine Unterschiebung bewiese. 2) Kob ez II, 38—40. 3) D. Kohn (ר, אברהם אבן עזרא, גדודי כד,נא (Sammlung :אוצר ישראל, ed. Achiasaph, Warschau 1895), II. Bd. S. 82—86.

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