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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1896-01-01 · [19] für das Schlujahr 1895/96 (1896) · page 19

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[19] für das Schlujahr 1895/96 (1896)
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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4 Die prophetischen Bücher. nur mit David (Ps. 119, 18) beten: Oeffne meine Augeny dass ich Wunder erblicke von deiner Lehre1). Jeder Prophet hat eine ihm eigentümliche Redeweise, gewissermaassen eine eigene, individuelle Sprache, in welcher die ihm zu Theil werdende Offenbarung zum Ausdrucke gelangt2). So hat Jesaja folgende Eigentümlichkeit, welche in einzelnen Beispielen zwar auch bei den anderen Propheten, besonders häufig aber bei Jesaja gefunden wird: Wenn er den Sturz eines Reiches oder den TJntergang einer grossen Nation meldet, dann spricht er bildlieh und metaphorisch vom Fallen der Sterne, vom Einstürz des Himmels, von der Verdunkelung der Sonne, von D C. M. Einleitung zu Chelek (Porta Mosisl73f.), in der Darlegung des 8. Glaubensartikels und als Erläuterung des Wortes der T1*adition: תורד. מן השמים. Vgl. auch M. T. Einl. Auf. und H. Teschuba 3, 8; M. N. III, 50 Anf. S. ferner das Eesponsum M.’s an Mar Joseph Ibn Gahar (.חמדה גנוזד, p. 4; טעם זקנים, p. 74; Kobez If, 10 a), wo sich M. gegen die Annahme äussert, den vorn Gebote der Beschneidung liandelnden Abschnitt (Gen. 17) habe Abraham verfasst und Moses ihn in die Thora aufgenommen (וכשבא משה רבנו העתיק אותם הפסוקים שכתבם אברהם וכתבם בתורה כזו שכותבים שאר בני אדם דברי זולתם והרוזי זולתם). — Eine 'Verherrlichung der Thora enthält M.’s hebräischer Brief an seinen Schüler, mit dem er den ihm gewidmeten More Nebuchim begleitete: ובכל זאת בספר תורת משה רבנו עליו השלום דרוש. וממנו אל תפרוש. ותן לו מזמנך רבו וטובו. אולי בחדר מחדריו תבוא. כי הוא המלך אשר מלכים יזה. והוא המשמן והכל מלבדו רזה. וממנו מחזה שדי תחזה (Kobez II. 30 b). In einem Eesponsum (Peer Haddor N. 50, Kobez I, 14 b, vollständiger bei Geiger, hebr. Beilage zu Moses b. Maimon, S. 7a) erlaubtM., Christen Bibelunterricht zu ertheilen, weil sie — im Gegensätze zu den Muliammedanern — die Echtheit des Pentateuchs anerkennen, und durch die richtigen Erklärungen von ihrer irrigen Exegese und ihren typologischen Deutungen abgebracht werden könnten. — Wie M.’s Sohn xibraham berichtet (Kobez I, 52 c), verbot Maimüni, den Pentateuch mit Propheten und Hagiographen in einen Codex zu schreiben, damit nicht beim Lesen der letzteren Bücher der Pentateuch unten zu liegen komme. Ebenso verbot er, aus Eiicksicht auf die Heiligkeit des Pentateuchs, das Vereinigen des Targums oder der Commentare mit dem Texte in einem Codex. 2) M. K II, 29 Anf.

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