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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1895-01-01 · [18] für das Schlujahr 1845-95 (1895) · page 98

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[18] für das Schlujahr 1845-95 (1895)
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 98)
Language
German
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93 nicht mehr möglich. Die Bevollmächtigten legten jetzt nur noch die letzte Peile an ihre Vereinbarungen.׳Der russische Botschafter, der nur einen Waffenstillstand auf zwei Jahre geschlossen hatte, Unterzeichnete bereits am 24. Januar den Vertrag. Zwei Tage darauf, an dem früher festgesetzten 26. Januar 1699 zogen Montag Morgens nach 10 Uhr die Bevollmächtigten mit dem vollen Aufgebote alles Pomps, mit dem sie die erste Sitzung eröffnet hatten, zum Conferenzhause, wo zuerst das kaiserliche, dann das polnische Friedensinstrument, zuletzt der venezianische Interimsvertrag1) verlesen und durch den Austausch des Friedenskusses besiegelt wurden. Es war Mittag geworden, als die vier nach den vier Himmelsgegenden gerichteten Thiiren des Conferenzhauses sich öffneten und der dreifache Salut der Soldaten vor dem Gebäude und der Geschütze von den Wällen Belgrads und Peterwardeins der Welt verkündete, dass dem Erdtheile der langentbehrte Friede wiedergegeben sei2). Nur Buzzini konnte des weltgeschichtlichen Actes nicht Zeuge Averden. Die vermittelnden und die kaiserlichen Bevollmächtigten hatten ohne ihn die sechzehn Artikel des Interims- Instrumentes entworfen, für die jetzt ehestens die Ratification der Republik erwartet wurde. Grollend und verstimmt stand er zur Seite, um den Jubel der Uebrigen nicht zu sehen, wie er auch dem ״überaus prächtigen Tractamente“ bei Lord William Paget am Tage des Friedensschlusses und dem ״gar kostbahren Panquet“ des folgenden Tages beim Grafen von Oettingen fernblieb3). Conegliano aber mochte die schwer errungene und jetzt erst folgenreiche Verbrüderung mit den Türken nicht aus der Hand lassen. Die Avohlwollende Gesinnung, ja die Neigung, die Rami ihm zu erkennen gegeben hatte, schien es im Interesse der noch für die Republik in Constantinopel zu erwirkenden Verwilligungen und Vergünstigungen gebieterisch von Conegliano zu fordern, dass er dem Manne der nächsten Zukunft, nach aller Eingeweihten Urtheil dem Dauphin des Grosswezirs, sich gleichsam an die Fersen 1) S. den Wortlaut Grund- und umständlicher Bericht p 32—5 2) Ib. p. 8. 3) Ib.

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