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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1895-01-01 · [18] für das Schlujahr 1845-95 (1895) · page 33

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[18] für das Schlujahr 1845-95 (1895)
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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28 die Behörden darum anzugehen, dass nicht auch er der Chicane des Trachtenwechsels ausgesetzt werde. Um aber nicht durch eine Ausnahmsbewilligung für seine Person die in seinem Yerhältniss zur Pforte wie zur Republik ihm wenig willkommene Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, bat er, auch die mit ihm heimgekehrten Venezianer Marco Selom, Nissim Pardo und Yidal de Angeli in diese Gnade einzubeziehen1). Es war nicht die einzige Unannehmlichkeit, die ihm der Wiedereintritt in die fremd gewordene Umgebung bereitete. Ein schweres Terzianfieber warf ihn aufs Krankenlager. Kaum war sein Bruder, der in Folge eines solchen Anfalles auf den Tod erkrankt war, nothdürftig der Gefahr entgangen, als er selber krank wurde. Den Verkehr mit den Behörden, mit denen er, früher schriftlich und jetzt auch mündlich, in steter Fühlung geblieben war, übernahm ein Neffe, dem er Eingaben und Berichte in die Feder dictirte2). Leo Conegliano war mittlerweile den übernommenen Verpflichtungen treulich nachgekommen. Am 18. August 1687 konnte Israel bereits die ersten yom 6. und 8. Juni datirten Berichte, die aus Constantinopel mit der französischen Tartane, Capitän Servin, von ihm eingelaufen waren, durch seinen Neffen einreichen lassen3). Der Einfluss der Franzosen war unterdessen in Constantinopel mächtig gewachsen. Ludwig XIV.־hatte eben angefangen, alle Anstalten zu treffen, um der Liga in den siegreich aufgehobenen Arm zu fallen4)."Die Friedensverhandlungen, welche die Pforte von Belgrad5) aus mit Wien angeknüpft hatte, wurden abgebrochen. Man hoffte auf Frankreich als auf den Retter in der äussersten Noth. Ein Franzose galt in Constantinopel jetzt mehr als ein Türke selber. Schon sprach man davon, was sich freilich nicht bestätigte, dass man dem Botschafter des allerchristlichsten Königs den Schlüssel von J) S. Anhang, V, 24 (undatirt, aber wahrscheinlich aus dieser Zeit, stammend). 2) Ib. Nr. 39. 3) Ib. 4) Europaeisclie Cronica p. 501 f. 5) Vgl» den Brief Maurocordato’s an Hermann von Baden vom 25. Eebruar 1687 bei Hurmuzaki a. a. 0 29 ו f.

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