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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1895-01-01 · [18] für das Schlujahr 1845-95 (1895) · page 14

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[18] für das Schlujahr 1845-95 (1895)
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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9 heraus, sondern zu Küsten und Ländern geleiten könnte, deren Kaipen nie an das Ohr eines Sprossen seines Hauses gedrungen sein mochte. Donnerstag am 8. Juni 1673 ward, zum Theil noch von denselben Männern, die Salomo’s Lehrer gewesen waren, Israel Conegliano im Collegio Veneto von Padua der Doktorgrad der Medicin und Philosophie verliehen1). Vielleicht hatte Salomo, dessen Beziehungen mittlerweile sich mächtig ausgebreitet hatten, bereits früh für seinen jüngeren Bruder als aussichtsreiches Arbeitsfeld den Orient ins Auge gefasst. Man war in türkischen Landen gewohnt, die Aerzte aus Venedig zu beziehen. Die Hochschule von Padua hatte bei den türkischen Staatsmännern von jeher einen guten und beliebten Kamen. Auch Alexander Maurocordato, der eben 1673 zu der Stelle des Gross-Dragomans an der Pforte emporrückte, um Panagiotti2) zu ersetzen, hatte seine vielverheissenden ersten Plüge in der Medicin in Padua entfaltet, ein vielbewundertes Beispiel zugleich dafür, zu welcher Höhe ein Arzt im Orient sich emporschwingen konnte. Unter den Juden im Venezianischen war auch noch die Kunde davon nicht erloschen, wie vor drei Menschenaltern ein jüdischer Arzt, Dr. Salomo Aschkenasi aus Udine, von Constantinopel aus zum Bange eines Staatsmannes sich erhoben hatte, der selbst die venezianische Bepublik und ihren Senat zur Beachtung und Anerkennung zwang3). Es war nach den heftigen und hartnäckigen Kriegen, die zwischen der Türkei und Venedig fast unablässig zuletzt geführt worden waren, trotz des 1669 von Francesco Morosini geschlossenen Friedens von Candia, kein kleines Unternehmen für einen Venezianer, in Constantinopel sich niederzulassen. Aber jung und thatkräftig, wie Israel Conegliano war, begab er sich bald, nachdem er seine Studien in der Heimath mit der Erwerbung des medicinischen Lorbeers ab-!) S. Anhang III, 2. 2) Ygl. Hammer, Geschichte des venezianischen Reiches III2, 651. 3) Nach dem Berichte Josua ha-Cohen’s am Schlüsse seines Emeh 11a־Bacha (ins Deutsche üb. von M. "VY i euer p. 109 f.)

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